Theater
Huck/Lohmann (Hiltrup/Hamburg)

Eine deutsch-spanische Hommage an Zuwanderer und Daheimgebliebene
Performance, Hörspiel, Livemusik, Infotainment, Tanz und Installation – all das ist Hablamos Hiltrup. Kaleidoskopartig nehmen Künstler, ehemalige spanische Arbeiter, gebürtige Hiltruper und
Schüler Begriffe wie Heimat und Migration, Fremdsein und Zuhause unter die Lupe.
Wenn wir in eine Gaststätte gingen, riefen die Deutschen „Spaghettifresser“, „Spaghettifresser“, weil sie dachten wir seien Italiener. Als ich etwas Deutsch gelernt hatte, sagte ich dann „Kartoffelfresser“ zu ihnen. Spanische Arbeiterin bei Glasurit, 82 Jahre.
Der Museumsvorplatz wird zum Campingplatz der 60er Jahre und lädt das Publikum zum Picknicken und Hinhören ein. Aus Transistorradios klingen Erinnerungen der ersten spanischen Arbeiter und Erzählungen gebürtiger Westfalen aus der Zeit des Wirtschaftswunders. Im Museum dagegen wartet ein wohnlicher Unort. Die Zuschauer werden Gäste einer Performance, in der sich Tradition und Fernweh, Wahrheiten und Seemannsgarn mischen, während von Jugendlichen live gespielte Musik über Fernseher flimmert. In einem furiosen Finale vereint sich dann das, was für uns alle eine Utopie von Heimat sein könnte. Performerin Ella Huck und Künstler Markus Lohmann nehmen das Publikum mit auf eine eindrucksvolle Reise zu den fremden und vertrauten Wurzeln der Heimat. Beide sind in Hiltrup geboren, leben aber seit Jahren in Hamburg. Bei Hablamos Hiltrup spielen, singen, musizieren und rezitieren über 40 Akteure.
Die Suche nach dem Glück
Installation, Hörspiel und Theater
MUSIK/ARRANGEMENTS Jochen Reich
MITWIRKENDE Männergesangverein Hiltrup e.V., Schüler des Kardinal-von-Galen-Gymnasium, spanische Migranten und gebürtige Hiltruper
PRODUKTION Huck/Lohmann
IN KOPPRODUKTION MIT Theater im Pumpenhaus Münster, Museum Hiltrup e.V.
FÖRDERER Regierungspräsident NRW, Stadt Münster, LAG Soziokultur, Sparkasse Münsterland Ost, Kardinal-von-Galen-Gymnasium
VERANSTALTUNGSORT: MUSEUM HILTRUP, ZUR ALTEN FEUERWACHE 26, MÜNSTER/HILTRUP
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Theater Titanick feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum in Münster. Am 4. und 5. Juni wird der Klassiker Titanic am Aasee, dem Originalschauplatz seiner Entstehung, noch einmal aufgeführt. Damit kehrt die international hoch gelobte und mit zahlreichen Preisen versehene Open Air Inszenierung nach inzwischen 220 Aufführungen in vier Kontinenten in seinen Heimathafen Münster zurück. Am 4. August 1990 führte Theater Titanick die erste Performance zum Thema Titanic am Aasee auf, veranstaltet im Rahmen des 1. Stadtklang-Festivals, einem Format, das die damalige Kulturamtsleiterin Bernadette Spinnen und Ludger Schnieder vom Theater im Pumpenhaus entwickelt hatten. Mehrere Tausend Zuschauer sahen damals die Anfänge einer Künstlergruppe, die in den folgenden Jahren einen eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden hat: mit bizarren Figuren, gewaltigen, faszinierenden Objekten, Live-Musik und Spezialeffekten erzählt Theater Titanick in atmosphärischen Bildern von mythischen Themen, von Mensch, Natur und Technik. Die Handlung wird geprägt durch wilde Aktionen, groteske Charaktere, poetische Szenarien und schrägen Humor.
Ein gealterter Schlagerstar tritt ab. Henry Silber will nicht mehr singen, nicht mehr saufen und eröffnet eine Tankstelle im Nirgendwo. Doch dann spürt ihn ein TV-Team auf. Ein so berührender wie ironischer Blick hinter die Kulissen der Volksmusik. WDR 2003, 52 Minuten