Videoinstallation – Uraufführung – Statment für die Internationalen Tanztage Münster
Urban Screen (Bremen)

Spacing ist die neueste Produktion von Urbanscreen. Die Bremer Projektionskünstler verwandeln die Außenhaut von Gebäuden in eine virtuelle Bühne. Architektur wird Spielstätte und Leinwand zugleich. Dreidimensionale Formen entfalten sich aus dem Inneren der Bauten und bilden Räume aus denen Figuren hervortreten; Mal scheu und tastend, dann dynamisch und aggressiv tanzen sie über die sich bildenden Flächen, bis sie uns so nahe sind, dass die Fassade dahinter zurückbleibt. Seit 2004 realisiert die Künstlergruppe Urbanscreen Videoinstallationen im Spannungsfeld Architekturprojektion und Theater. Wichtiger Ausgangspunkt dabei ist immer das Objekt bzw. das Gebäude und dessen Oberfläche auf die projiziert wird. Durch exakte Vermessung wird die Projektion exakt an den Aufführungsort angepasst und ermöglicht eine direkte Bezugnahme und Interaktion mit dem Hintergrund.
Furiose Fassaden-Show
Illumination Stubengasse – Urban Screen
Tanzende Wand
REALISATION Urban Screen Bremen
FÖRDERER Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Stadt Münster
VERANSTALTUNGSORT: INNENSTADT
STUBENGASSE / ECKE KLEMENSSTRASSE (GEBÄUDEFASSADE)



Es gab einige legendäre Gastspiele in der 25jährigen Pumpenhausgeschichte, die von Forced Entertainment gehören sicherlich dazu. 1997 haben wir als Deutschland-Premiere in Münster die 5-stündige Langfassung von Speak Bitterness gezeigt. Damals arbeiteten sie noch „low scale“. Mittlerweile füllen sie die großen Häuser weltweit. Super. Was macht da ein Theater aus dem regionalen Oberzentrum? Eine Bustour. Wir fahren ihnen nicht hinterher, wir fahren einfach zu ihnen. Weil wir sie mögen. Und das Beste an der Sache ist: Forced Entertainment, Pact-Zollverein und Stefan Hilterhaus mögen uns auch, die „Reisegruppe Pumpenhaus“. Wir sind die „special guests“ an diesem Abend und bekommen das „first class treatment“. In The thrill of it all loten neun Performer die Ausdruckmöglichkeiten des Mediums Theater aus. Und das in bester britischer Manier, mit leicht

Jan Decorte ist das Urgestein der flämischen Theater-Avantgarde. Die Unerbittlichkeit und die Radikalität seiner Arbeiten sind legendär. Er hat Theatergeschichte geschrieben. Die jüngste Arbeit Bakchai ist seine Bearbeitung der klassischen Tragödie von Euripides. Der Bühnenraum fast leer bis auf zwei Stellwände und eine übergroße Giraffe. Es gibt nur vier Schauspieler und den von Decorte in seine poetisch brutale Kindersprache kondensierten Text. Decorte selbst in einer Doppelrolle, die unglaublich charmante Sigrid Vinks, ihren weiblichern Counterpart Sara de Bosschere und das dionysische Pulverfaß Benny Claessens. Was sich da auf der Bühne ereignet ist kein Erdrutsch, eher die Verschiebung von Kontinentalplatten. Groß.