Olga Pona / Chelyabinsk Contemporary Dance Theater

Tiefe Provinz südlich des Ural. Karge Tanzlandschaft. Mittendrin ein Lichtblick: Olga Pona. Die Russin ist eine der ganz Großen der internationalen Tanzszene. Gelernte Traktoringenieurin. Ihr atmosphärisch dichtes Bildertheater packt das Publikum mit zutiefst menschlichen Geschichten. Geprägt vom einfachen harten Leben. Ein Spiegel der russischen Zerrissenheit von Tradition und Moderne. Olga Pona und ihre Truppe aus Chelyabinnk sind zurück im Pumpenhaus. Zurück mit ihrer neuen Choreografie, die gerade Weltpremiere feierte. In Celestial Bodies weitet Olga Pona ihre Idee von Komplexität aus und schafft mit ihren Solos, Duetten, Trios einen Zustand verschiedener Dimensionen zur selben Zeit. Das Solo “Audrey”, entwickelt gemeinsam mit der Tänzerin Maria Greyf, basiert auf zwei Spielfilmen mit Audrey Hepburn: “Frühstück bei Tiffany” und “Ein Herz und eine Krone“. Vor allem in der russischen Provinz war die Vorstellung vom Westen lange Zeit einzig durch Spielfilme geprägt. Audrey Hepburn war dabei eine der herausragenden westliche Ikonen. Noch einmal werden die eigenen Erinnerungen überprüft und neben dem entfernten Idol entsteht ein persönliches Bild.
ES TANZEN Vladislav Morosov, Olga Sharova, Andrey Zykov, Maria Greyf, Michael Abramov, Maria Gerasimova, Artyom Sushchenko,Svetlana Lvova, Vladimir Vdovenko, Tatiana Lumpova, Artyom Udyanskiy, Julia Abramova, Tatiana Menshenena
CHOREOGRAPHIE Olga Pona
KOSTÜME UND AUSSTATTUNG Olga Pona
LICHT Vladimir Karpov
AUDREY
ES TANZT Maria Greyf
IDEE Olga Pona
CHOREOGRAPHIE Maria Greyf
VIDEO, KOSTÜM, SOUNDTRACK Olga Pona
MUSIK Henri Mancini, Richard Fielding
LICHT Vladimir Karpov


Als beunruhigend, roh und zugleich subtil beschreiben Kritiker die Arbeiten des franko-kanadischen Tänzers und Choreografen Daniel Léveillé. Die internationale Presse feiert den Kanadier genauso wie das Publikum. Der Star aus Kanada zeigt die Haut als einzig wahres Kostüm des Körpers und den Körper als Ort der Energie. Bei uns präsentiert der Kanadier zwei Meilensteine seines minimalistischen, hochgelobten Werkes. Les Traces no. II stammt aus einer Serie von sechs Soli. Das Stück besticht durch kraftvolle Präzision, durch Klarheit und Konzentration. Léveillé setzt choreographisch ganz auf die Präsenz des Körpers und des Ausdrucks. In Le Sacre du Printemps kommentiert und interpretiert Léveillé Stravinskys Musik mit den Mitteln des Tanzes ganz neu. Zum Dreiklang wird dieser Abend mit dem Stück “Demonstration No. I” des kanadischen Tänzern und Performers Martin Bélanger. Es ist zugleich Tanz, Theater und „Happening“
Mit letzter Kraft übergibt Johann seiner Melli den Verlobungsring. Das dramatische Ende der ersten Folge unserer großen, wahren, einzigen Soap auf der Theaterbühne. Der Auftakt mit zutiefst Menschlichem und tiefen menschlichen Abgründen. Lebt Mellis Kind noch? Johann Dipus kann ihr keinen Trost spenden. Den sucht Frauenarzt Dr. Viktor Kobald bei einem Einmachglas. Der Meister der autoerotischen Massage flirtet mit Reporterin Donna. Nur Augen für Agnes hat der Texaner Walker G. Major und himmelt sie beim Klavierspiel in ihrem Programmkino an – unter den Augen der wortkargen Paula. In der WG lässt Emil sich von seiner Schreibblockade und dem Gute-Laune-Duo Helena und Bine nerven. Und immer wieder taucht die mysteriöse 43 auf.

