2 x Neuer Tanz aus Korea

07.11.2010
Tanz – Deutschland-Premiere
2 x Neuer Tanz aus Korea

 

Sung Soo Ahn Pick-Up Group / Now Dance Company (Seoul)

Bis zum Ende der 80er Jahre spielte Tanz aus Korea auf dem internationalen Parkett keine Rolle. Das hat sich in den letzten 20 Jahren fundamental verändert. Es gibt eine neue CoreografInnengeneration, die Maßstäbe setzt. Dazu gehören In Young Sohn mit ihren intelligenten Fusionen aus zeitgenössischem und traditionellem Tanz und die Arbeiten von Sung Soo Ahn, die ihre Wurzeln im klassischen Ballett und dem modernen Tanz haben.

In Young Sohns Produktion 3 Nights, 3 Days für acht Tänzer ist inspiriert vom buddistischen Bestattungsritual, das 3 Tage und 3 Nächte dauert. Eine Choreografie entlang des ewigen Kreislaufs des Lebens.

Der zweite Teil des Abends gehört der Sung Soo Ahn Pickup  Group mit ROSE. Die Kompanie vertanzt Strawinskys Jahrhundertwerk Le Sacre du Printemps. Sechs erstklassige Tänzer huldigen in einer beeindruckenden Inszenierung Strawinskys Meisterwerk aus dem Jahr 1913. Die Kompanie, vor zehn Jahren im New Yorker Exil gegründet, arbeitet seit einigen Jahren wieder in ihrer Heimat, in Seoul.

Dauer: 95 Minuten mit Pause
15,- € / erm. 10,- €

ROSE-THERITE OF SRING 
REGIE/CHOREOGRAFIE Sung Soo Ahn
TANZ Ju Hee Lee, Dong Hyun Kim, Boram Kim, Soo In Park, Hye Sang Lee
MUSIK Rite of Spring by Igor Stravinsky
KOSTÜME KUHO
3 NICHTS 3 DAYS 
REGIE/CHOREOGRAFIE In Young Sohn
TANZ Sung Yun Kim, Byung Wha Kim, Mikyung Park, Hansong, Kim, Sangjun Park, Arong Ha, Song Yi Park, In Young Sohn
MUSIK Jung-Hyun Back
KOSTÜME Cheon-Hong Min
BÜHNENMEISTER Jae Whan Lee
LICHTDESIGN Jae Ho Choi

Die Aufführungen finden statt im Rahmen von Kore-A-moves. Sie werden gefördert von der Korea Foundation und dem International Performing Arts Project.

2 x Neuer Tanz aus Korea

06.11.2010
Tanz – Deutschland-Premiere
2 x Neuer Tanz aus Korea

 

Sung Soo Ahn Pick-Up Group / Now Dance Company (Seoul)

Bis zum Ende der 80er Jahre spielte Tanz aus Korea auf dem internationalen Parkett keine Rolle. Das hat sich in den letzten 20 Jahren fundamental verändert. Es gibt eine neue CoreografInnengeneration, die Maßstäbe setzt. Dazu gehören In Young Sohn mit ihren intelligenten Fusionen aus zeitgenössischem und traditionellem Tanz und die Arbeiten von Sung Soo Ahn, die ihre Wurzeln im klassischen Ballett und dem modernen Tanz haben.

In Young Sohns Produktion 3 Nights, 3 Days für acht Tänzer ist inspiriert vom buddistischen Bestattungsritual, das 3 Tage und 3 Nächte dauert. Eine Choreografie entlang des ewigen Kreislaufs des Lebens.

Der zweite Teil des Abends gehört der Sung Soo Ahn Pickup  Group mit ROSE. Die Kompanie vertanzt Strawinskys Jahrhundertwerk Le Sacre du Printemps. Sechs erstklassige Tänzer huldigen in einer beeindruckenden Inszenierung Strawinskys Meisterwerk aus dem Jahr 1913. Die Kompanie, vor zehn Jahren im New Yorker Exil gegründet, arbeitet seit einigen Jahren wieder in ihrer Heimat, in Seoul.

Dauer: 95 Minuten mit Pause
15,- € / erm. 10,- €

ROSE-THERITE OF SRING 
REGIE/CHOREOGRAFIE Sung Soo Ahn
TANZ Ju Hee Lee, Dong Hyun Kim, Boram Kim, Soo In Park, Hye Sang Lee
MUSIK Rite of Spring by Igor Stravinsky
KOSTÜME KUHO
3 NICHTS 3 DAYS 
REGIE/CHOREOGRAFIE In Young Sohn
TANZ Sung Yun Kim, Byung Wha Kim, Mikyung Park, Hansong, Kim, Sangjun Park, Arong Ha, Song Yi Park, In Young Sohn
MUSIK Jung-Hyun Back
KOSTÜME Cheon-Hong Min
BÜHNENMEISTER Jae Whan Lee
LICHTDESIGN Jae Ho Choi

Die Aufführungen finden statt im Rahmen von Kore-A-moves. Sie werden gefördert von der Korea Foundation und dem International Performing Arts Project.

andcompany&Co. (Berlin) – Fatzerbraz

04.11.2010
Schauspiel – Münster-Premiere
Fatzerbraz

andcompany&Co. (Berlin)

 

von Bertholt Brecht&Co.

Erst kommt die Moral, dann das Fressen. Zumindest im „Fatzer“-Fragment von Bert Brecht. Das erzählt von einer Gruppe Soldaten, die im Ersten Weltkrieg die Flinte ins Korn wirft und in Mühlheim an der Ruhr auf die allgemeine Rebellion wartet. Leider zerfleischen sich die Deserteure um Ego-Shooter Fatzer gegenseitig, bevor die Vernunft siegen könnte. Kannibalismus statt Idealismus. Das Performance-Kollektiv andcompany&Co. siedelt dieses Lehrstück, vom ideologischen Ballast befreit, im Lateinamerika der Gegenwart an. Dort, wo Revolution kein Wort aus der Waschmittelwerbung ist und sich an Brechts Zigarre eine ganz eigene Theatertradition entzündet hat. Viva la Fatzer! 
Gemeinsam mit Künstlern aus São Paulo verschränken die andcompany-Kombattanten, Meister des sinnstiftenden Culture-Clashs, die Untergrundfabel mit dem „Minihandbuch des Stadtguerilleros“ von Carlos Marighella. Erster Weltkrieg trifft Bewegung 2. Juni, Klassenkampf reibt sich an Reform-Utopie. V-Effekt oder Victory-Zeichen? Egal, der Hunger nach Umsturz wächst. Fresst Brecht!

13,- € / erm. 8,- €
 
VON UND MIT A. Karschnia, J. Brokof, J. Peña, M. Afonso, M. Senne, N. Nord, P. Klein (F. Azevedo), S. Sulimma&CO.
KONZEPT/REGIE andcompany&Co.
ÜBERSETZUNG C. Röhrig
BÜHNE J. Brokof, J. Loureiro
PRODUKTIONSLEITUNG A. Schulz, M. Pees, R. Muniz Fernandes
AUSFÜHRENDE PRODUKTION J. Rahal
TECHNISCHE LEITUNG J. C. Cesarini
REGIEASSISTENZ/UNTERTITEL A. Rammershoven
DRAMATURGISCHE BERATUNG F. Kinas, H. Thies Lehmann, N. Franke
PRODUKTION andcompany&Co., Goethe- Institut São Paulo, interior Produções Artísticas Internacionais
KOPRODUKTION Theater im Pumpenhaus Münster, Serviço Social do Comércio de São Paulo (SESC SP), Festival Internacional de Teatro de São José do Rio Preto-SP, Hebbel am Ufer (HAU), FFT Düsseldorf, Ringlokschuppen Mülheim
GEFÖRDERT DURCH Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von »Unter Menschenfresser Leuthen«

Patricia Noworol Dance (New York) – Circuits

02.11.2010
Tanz – Münster-Premiere
Circuits

Patricia Noworol Dance (New York)

Circuits ist eine Choreografie mit dem Charme eines aus dem Ruder laufenenen eBook Readers über Post-Modern-Dance-Theory, der irgendwo Downtown Manhattan zwischen die Tanzteppichrollen gerutscht ist und sich dabei an seinem Arbeitsspeicher verschluckt hat. Es ist ein preisgekrönter Abend, repräsentativ für die Arbeiten der jungen New Yorker Choreografengeneration. Sieben sehr gute TänzerInnen auf der Bühne, darunter die Choreografin Patricia Noworol, die nach ihrer Ausbildung an der Folkwang Hochschule und der Palucca School nach New York ging, um in der Merce Cunningham Foundation und dem Lee Strasberg Institute zu studieren. Circuits ist eine
Choreografie über das Entstehen einer Choreografie, mit Improvisationen, Interviews und Interventionen der Choreografin.
»I feel it’s weaker than last night. Just make it stronger. Yes, take your shirt off. Just do it. Think about you travelling all over the country auditioning to be in a big company, a big company not a better one. Yes, it’s ok start crying. I like that.«

13,- € / erm. 8,- €
Pressestimmen:
Getanzter Probendrill
 
KONZEPT/REGIE/CHOREOGRAFIE Patricia Noworol
VON UND MIT Megan Madorin, Patricia Noworol, Matthew Oaks, Christina Noel Reaves, Elliott Reiland, Kevin Williamson, Mika Yanagihara
KOSTÜME Malgosia Turzanska
LICHTDESIGN Greg Goff
MUSIK Alva Noto

Jan Decorte/Campo (Brüssel/Gent) – Tanzung

31.10.2010
Tanz – Deutschland-Premiere
Tanzung

Jan Decorte/Campo (Brüssel/Gent)


 

Es ist Liebe, es ist Schönheit, es ist einfach, es ist herzergreifend. Die erste Tanzvorstellung eines großen alten Mannes. Einem der Urgesteine der flämischen Avantgarde, der nur Text-Theater geschrieben, inszeniert und gespielt hat und damit europäische Theatergeschiche machte: Jan Decorte. 
Tanzung ist Tanz, der nicht vom akademischen Diskurs getragen wird, sondern ihn einfach übergeht. Ein Abend, der Begriffe wie Liebe, Begehren, Verlangen und Vertrauen in wahre Momente überführt. Virtuosität durch Verausgabung ersetzt. Auf der Bühne die Tänzerin Taka Shamoto (Rosas) und die Schauspieler/Tänzer Tibo Vandenborre, Jan Decorte und seine Frau Sigrid Vinks. »There was some
scepticism here and there when it became known that Jan Decorte was venturing into a pure dance performance. How wrong they were! Tanzung turns out to be not only the most personal production he has ever made, but the amount of honest vulnerability displayed on stage is quite simply wonderful. All I can think of is this: what a gift, these four. And proof that Jan Decorte and his Sigrid will go down in history as great artists. Thank you for this art, thank you for these lives.«
 (Griet Op de Beeck in ihrer Premierenkritik für De Morgen)

13,- € / erm. 8,- €

CHOREOGRAFIE/REGIE Jan Decorte
MIT Jan Decorte, Sigrid Vinks, Taka Shamoto, Tibo Vandenborre
BÜHNENDESIGN Jan Decorte, Johan Daenen
LICHTDESIGN Jan Decorte, Luc Schaltin
KOSTÜME Jan Decorte, Sigrid Vinks, Sofie D’Hoore
ASSISTENZ Louise Van den Eede
PRODUKTION CAMPO
KOPRODUKTION Kaaitheater, Brüssel (B), BIT Teatergarasjen, Bergen (N)
IN ZUSAMMENARBEIT MIT Bloet vzw (B)

Jan Decorte/Campo (Brüssel/Gent) – Tanzung

30.10.2010
Tanz – Deutschland-Premiere
Tanzung

Jan Decorte/Campo (Brüssel/Gent)


 

Es ist Liebe, es ist Schönheit, es ist einfach, es ist herzergreifend. Die erste Tanzvorstellung eines großen alten Mannes. Einem der Urgesteine der flämischen Avantgarde, der nur Text-Theater geschrieben, inszeniert und gespielt hat und damit europäische Theatergeschiche machte: Jan Decorte. 
Tanzung ist Tanz, der nicht vom akademischen Diskurs getragen wird, sondern ihn einfach übergeht. Ein Abend, der Begriffe wie Liebe, Begehren, Verlangen und Vertrauen in wahre Momente überführt. Virtuosität durch Verausgabung ersetzt. Auf der Bühne die Tänzerin Taka Shamoto (Rosas) und die Schauspieler/Tänzer Tibo Vandenborre, Jan Decorte und seine Frau Sigrid Vinks. »There was some
scepticism here and there when it became known that Jan Decorte was venturing into a pure dance performance. How wrong they were! Tanzung turns out to be not only the most personal production he has ever made, but the amount of honest vulnerability displayed on stage is quite simply wonderful. All I can think of is this: what a gift, these four. And proof that Jan Decorte and his Sigrid will go down in history as great artists. Thank you for this art, thank you for these lives.«
 (Griet Op de Beeck in ihrer Premierenkritik für De Morgen)

13,- € / erm. 8,- €

CHOREOGRAFIE/REGIE Jan Decorte
MIT Jan Decorte, Sigrid Vinks, Taka Shamoto, Tibo Vandenborre
BÜHNENDESIGN Jan Decorte, Johan Daenen
LICHTDESIGN Jan Decorte, Luc Schaltin
KOSTÜME Jan Decorte, Sigrid Vinks, Sofie D’Hoore
ASSISTENZ Louise Van den Eede
PRODUKTION CAMPO
KOPRODUKTION Kaaitheater, Brüssel (B), BIT Teatergarasjen, Bergen (N)
IN ZUSAMMENARBEIT MIT Bloet vzw (B)

Miet Warlop (Brüssel) – Talk Show

29.10.2010
Slapstick – Deutschland-Premiere
Talk Show

Miet Warlop (Brüssel)

Sie war die Überraschung bei unserem Statements-Festival: Die belgische Künstlerin Miet Warlop. Unvergesslich der sterbende Sicherungskasten, der sich schmerzgekrümmt mit einer Mini-Explosion aus dem Funktionsuniversum verabschiedete, das sich selbst zerlegende Haus und last but not least der furiose Gehtisch. Mit zielsicherem Gespür für die gegenständlichen Katastrophen wandelt sie durch ihre Mini-Universen. Jetzt kommt sie zurück mit ihrem neuen Wurf: Der Lecture-Performance Talk Show über nichts Geringeres als »Slapstick«, »Text« und »Aktion«. Ein cleveres Nach-Denk-Areal über komplexe Beziehungen. 
An ihrer Seite die belgische Fotografin und Filmwissenschaftlerin Hilde D‘Haeyere, eine der Expertinnen in Sachen Früher Stummfilm. Wir verraten hier Nichts über den Verlauf der Dinge. Nur das Ende: Ein Nachstellen des legendären Stunts von Buster Keaton in The Camera Man. Der Sturz eines filmenden Kameramannes von einem Gerüst.
»He is coming down from 7 meters while filming. We found out the 7 meters is a little truckage stunt. I go as high as possible without truckage.« (M. W.)

13,- € / erm. 8,- €
 
KONZEPT Miet Warlop
SHOW Miet Warlop
TALK Hilde D’Haeyere
TECHNIK Philip Franchitti
KOSTÜM Sofie Durnez
PRODUKTIONSLEITUNG Lies Vanborm für We Love Productions
PRODUKTION Miet Warlop
KOPRODUKTION Theater im Pumpenhaus Münster, ARGOS Brüssel, CAMPO Gent, Kunstencentrum Buda Kortrijk, Productiehuis Rotterdamse Schouwburg
UNTERSTÜTZER Stadt Gent
DANK AN Namik Mackic

 

Samir Akika/Unusual Symptoms (MS/Essen) – Linie 69

27.10.2010
Tanz / MünsterMS Premiere
Linie 69

Samir Akika/Unusual Symptoms (MS/Essen)


 

Louise liebt Ferdinand. Geht aber nicht gut aus, siehe Schiller. Barbie liebt Ken. Ist auch schwierig, weil irgendwie künstlich. Also, wie groß müssen die großen Gefühle sein? Und wie passt die Libido dazu? „Linie 69“ haben Samir Akika, Alexander Morales und Robert Kaltenhäuser das Stück genannt, das sie gemeinsam mit 14 Spielern des Jungen Schauspielhauses Bochum entwickelt haben. Die Jugendlichen reden über Liebe. Und über Sex. Und darüber, wie schwierig es ist, über Sex zu reden. Hier, in der Öffentlichkeit, ungeschützt. Klar, alles Theater. Aber hinter der Rolle verstecken gilt nicht. Ein Jahr hat die pottfiction-Gruppe am Tabuthema Ehrlichkeit gearbeitet. Hat das Herz geöffnet und die Hosen runtergelassen, sinnbildlich, versteht sich. Herausgekommen ist ein berührend-persönliches Tanzschauspiel für angehende Radikal-Romantiker. Die Jugendlichen diskutieren bis zum Tohuwabohu über Werte wie Treue. Kreuzen Schillers „Kabale und Liebe“ mit einer Muster-Beziehung von Heute. Und mixen Zitate aus „Casablanca“ mit Hemingway, Loriot und Modern Dance. Ursprünglich ist „Linie 69“ unter Tage entstanden. Im Durchgangsverkehr einer U-Bahn-Station.

13,- € / erm. 8,- €

MIT Carolin Altmann, Max Braun, Lara Fehling, Milan Fleißgarten, Marisa Giulia Gervasi, Charlotte Hermann, Carina Langanki , Enis Maci, Darja Mahotkin, Paul Oldenburg, Akbar Paktin
REGIE Samir Akika, Alexandra Morales, Robert Kaltenhäuser
KÜNSTLERISCHE MITARBEIT Inga Marie Sponheuer, Nora Ronge, Rahel Simon
BÜHNE Aaron Stratmann, Robert Kaltenhäuser, Stefanie Dellmann
IDEE Nelly Thea Köster
POTTFICTION IST EIN PROJEKT VON Junges Schauspielhaus Bochum, Kinder- und Jugendtheater Dortmund, Consol Theater Gelsenkirchen, HELIOS Theater Hamm, theater kohlenpott Herne, tip-Theater Oberhausen, Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel, anschlaege.de Berlin, Stiftung Mercator, RUHR.2010

Theater Sycorax (MS) – Kommt ein Mann zur Welt

24.10.2010
Schauspiel
Kommt ein Mann zur Welt

Theater Sycorax (MS)

Von Martin Heckmanns

Soll das ein Witz sein? Wie man’s nimmt, das Leben. Martin Heckmanns erzählt in seiner wundervoll schief geborenen Komödie Kommt ein Mann zur Welt von einer Durchschnitts-Existenz im Zeitraffer, von der Wiege bis zur Bahre. Protagonist Bruno, schon im Kreißsaal lyrisch begabte Plaudertasche, durchleidet das volle Trivialitätsprogramm aus Familienhölle, Drogenpartys und Karaokegesang. Aus Daueridentitätskrise, Liebessehnsucht und Alzheimer-Angst. Unentwegt im Dialog mit Stimmen, den Ausländern im Kopf, die Tippgeber sind und Verrücktmacher. Aber wie’s richtig geht, weiß nicht mal das Lebensberatungsstudio Provitalofen.

Heckmanns, Erfolgsautor ohne Erfolgsrezept, Sprachphilosoph und Kalauerkünstler, rührt an die großen Fragen und letzten Dinge. Schwarzhumorig, kitschfrei, alltagsklug. »Wo bin ich, wenn ich denke?«, fragt sich Bruno. »Wem nützt der Mond?« Und, im Anfall akuter Ego-Migräne: »Ist
das noch Krankheit oder bin das schon ich?«

Sycorax, die Spezialisten für Genre-Grenzgänge und Lebensbefragungen der anderen Art, bringt mit zehnköpfigem Ensemble in der Regie von Artkamp/Kerklau Heckmanns’ Prosa zum Leuchten. Spürt mit ihm der Frage nach, was übrig bleibt, wenn mitten im Wünschen schon Awieder Feierabend ist.

13,- / erm. 8,- €
 
ES SPIELEN J. Bayer, M. Böhm, I. Crüll, J. Dombrowski, M. Horn, D. Martin, K. Schönberger, S. Schwering, G. Sowa, G. Terbaum
REGIE P. Artkamp, M. Kerklau
BÜHNE H. Salomon
KOSTÜME B. Zumdick
MUSIK/KOMPOSITION K. Niggemann
LICHTDESIGN V. Sippel
ASSISTENZ J. Schwellenbach
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT R. Roring
GRAFIKDESIGN V. Blom
PRODUKTION Theater Sycorax
KOPRODUKTION Theater im Pumpenhaus
FÖRDERER Stadt Münster, Fonds Soziokultur

Theater Sycorax (MS) – Kommt ein Mann zur Welt

23.10.2010
Schauspiel
Kommt ein Mann zur Welt

Theater Sycorax (MS)

Von Martin Heckmanns

Soll das ein Witz sein? Wie man’s nimmt, das Leben. Martin Heckmanns erzählt in seiner wundervoll schief geborenen Komödie Kommt ein Mann zur Welt von einer Durchschnitts-Existenz im Zeitraffer, von der Wiege bis zur Bahre. Protagonist Bruno, schon im Kreißsaal lyrisch begabte Plaudertasche, durchleidet das volle Trivialitätsprogramm aus Familienhölle, Drogenpartys und Karaokegesang. Aus Daueridentitätskrise, Liebessehnsucht und Alzheimer-Angst. Unentwegt im Dialog mit Stimmen, den Ausländern im Kopf, die Tippgeber sind und Verrücktmacher. Aber wie’s richtig geht, weiß nicht mal das Lebensberatungsstudio Provitalofen.

Heckmanns, Erfolgsautor ohne Erfolgsrezept, Sprachphilosoph und Kalauerkünstler, rührt an die großen Fragen und letzten Dinge. Schwarzhumorig, kitschfrei, alltagsklug. »Wo bin ich, wenn ich denke?«, fragt sich Bruno. »Wem nützt der Mond?« Und, im Anfall akuter Ego-Migräne: »Ist
das noch Krankheit oder bin das schon ich?«

Sycorax, die Spezialisten für Genre-Grenzgänge und Lebensbefragungen der anderen Art, bringt mit zehnköpfigem Ensemble in der Regie von Artkamp/Kerklau Heckmanns’ Prosa zum Leuchten. Spürt mit ihm der Frage nach, was übrig bleibt, wenn mitten im Wünschen schon Awieder Feierabend ist.

13,- / erm. 8,- €
 
ES SPIELEN J. Bayer, M. Böhm, I. Crüll, J. Dombrowski, M. Horn, D. Martin, K. Schönberger, S. Schwering, G. Sowa, G. Terbaum
REGIE P. Artkamp, M. Kerklau
BÜHNE H. Salomon
KOSTÜME B. Zumdick
MUSIK/KOMPOSITION K. Niggemann
LICHTDESIGN V. Sippel
ASSISTENZ J. Schwellenbach
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT R. Roring
GRAFIKDESIGN V. Blom
PRODUKTION Theater Sycorax
KOPRODUKTION Theater im Pumpenhaus
FÖRDERER Stadt Münster, Fonds Soziokultur