Fundbureau.org (MS) – Kein Ort. Nirgends

17.09.2004
Schauspiel
Kein Ort. Nirgends

Fundbureau.org (MS)

nach einer Erzählung von Christa Wolf 

Die allerletzten Aufführungen 

Ein Treffen, das nie stattgefundenen hat, jährt sich 2004 zum zweihundertsten Mal: Zwei von ihrer Zeit verkannte, ihrer Zeit vorauseilende, an ihrer Zeit und den Verhältnissen verzweifelnde Dichter begegnen sich: Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist. 

In ihrer Erzählung »Kein Ort. Nirgends« formt Christa Wolf aus Briefen und Texten von und an Günderrode und Kleist bei diesem erwünschten Treffen die Wesen zweier Menschen, die an ihrer Unbedingtheit, ihrem Anspruch nach Wahrhaftigkeit scheitern müssen. 

Zwei Menschen, die sich so nah waren in ihrer Todesnähe und ihrer Unfähigkeit, sich der allgemeinen Oberflächlichkeit anzupassen. Die sich hätten anvertrauen sollen. 

Bei einer Teegesellschaft im Haus der Brentanos in Winkel am Rhein dürfen Kleist und Günderrode zu einander kommen, ein jeder sich dem anderen öffnen. Geheimnisse entdecken, verstanden werden. Ein kurzer Moment der Preisgabe, des Glücks. 

In seiner Bearbeitung hat Jan-Christoph Hassel »Kein Ort. Nirgends« zu einem intimen Kammerspiel für zwei Schauspieler und eine Leinwand verdichtet. 

»Kein Ort. Nirgends habe ich 1977 geschrieben. Das war in einer Zeit, da ich mich selbst veranlasst sah, die Voraussetzungen von Scheitern zu untersuchen, den Zusammenhang von gesellschaftlicher Verzweiflung und Scheitern in der Literatur. Ich hab damals stark mit dem Gefühl gelebt, mit dem Rücken zur Wand zu stehen und keinen richtigen Schritt tun zu können.« 

Christa Wolf, 1982

11,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Karola Maria Niederhuber, Gian-Philip Andreas, Marcell Kaiser, Dirk Rademacher, Zeha Schröder, Charlotte Stemmer 
TEXTBEARBEITUNG & REGIE Jan-Christoph Hassel
DRAMATURGISCHE BERATUNG Elke Maul 
BÜHNENBILD Jan-Christoph Hassel, David Kluge, Ullrich Metzger 
KOSTÜME Claudia Held
VIDEOGESTALTUNG Jan-Christoph Hassel, Till Nachtmann 
GRAFIK David Kluge

Fundbureau.org (MS) – Kein Ort. Nirgends

15.09.2004
Schauspiel
Kein Ort. Nirgends

Fundbureau.org (MS)

nach einer Erzählung von Christa Wolf 

Die allerletzten Aufführungen 

Ein Treffen, das nie stattgefundenen hat, jährt sich 2004 zum zweihundertsten Mal: Zwei von ihrer Zeit verkannte, ihrer Zeit vorauseilende, an ihrer Zeit und den Verhältnissen verzweifelnde Dichter begegnen sich: Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist. 

In ihrer Erzählung »Kein Ort. Nirgends« formt Christa Wolf aus Briefen und Texten von und an Günderrode und Kleist bei diesem erwünschten Treffen die Wesen zweier Menschen, die an ihrer Unbedingtheit, ihrem Anspruch nach Wahrhaftigkeit scheitern müssen. 

Zwei Menschen, die sich so nah waren in ihrer Todesnähe und ihrer Unfähigkeit, sich der allgemeinen Oberflächlichkeit anzupassen. Die sich hätten anvertrauen sollen. 

Bei einer Teegesellschaft im Haus der Brentanos in Winkel am Rhein dürfen Kleist und Günderrode zu einander kommen, ein jeder sich dem anderen öffnen. Geheimnisse entdecken, verstanden werden. Ein kurzer Moment der Preisgabe, des Glücks. 

In seiner Bearbeitung hat Jan-Christoph Hassel »Kein Ort. Nirgends« zu einem intimen Kammerspiel für zwei Schauspieler und eine Leinwand verdichtet. 

»Kein Ort. Nirgends habe ich 1977 geschrieben. Das war in einer Zeit, da ich mich selbst veranlasst sah, die Voraussetzungen von Scheitern zu untersuchen, den Zusammenhang von gesellschaftlicher Verzweiflung und Scheitern in der Literatur. Ich hab damals stark mit dem Gefühl gelebt, mit dem Rücken zur Wand zu stehen und keinen richtigen Schritt tun zu können.« 

Christa Wolf, 1982

11,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Karola Maria Niederhuber, Gian-Philip Andreas, Marcell Kaiser, Dirk Rademacher, Zeha Schröder, Charlotte Stemmer 
TEXTBEARBEITUNG & REGIE Jan-Christoph Hassel
DRAMATURGISCHE BERATUNG Elke Maul 
BÜHNENBILD Jan-Christoph Hassel, David Kluge, Ullrich Metzger 
KOSTÜME Claudia Held
VIDEOGESTALTUNG Jan-Christoph Hassel, Till Nachtmann 
GRAFIK David Kluge

Ohrpilot (MS) – ohrenSessel No. 2

12.09.2004
Kleinkunstreihe
ohrenSessel No. 2

Ohrpilot (MS)

 

Neid on Earth. Die Klangkunst-Reihe ohrenSessel startete im September mit großem Erfolg im Hot Jazz Club. Und es geht weiter mit Jan Klare (reeds, electronics) und Christian Fries (Stimme) und der zweiten Todsünde: Neid. Auch an diesen Abend gilt: Hören ist das bessere sehen. 

Detaillierte Infos unter www.ohrpilot.de

7,- € / 5,- €
 
MIT Jan Klare & Christian Fries
KÜNSTLERISCHE LEITUNG/KONZEPT Ohrpilot / Andreas Tiedemann & Svenja Pauka 
BÜHNE Alexander Konrad
ORT Hot Jazz Club, Hafenweg 26b, Münster
PRODUKTION Ohrpilot in Kooperation mit dem Theater im Pumpenhaus
UNTERSTÜTZER Hot Jazz Club Gefördert von Kultur- amt Stadt Münster, LAG NW, Fonds Soziokultur

Theater Stap (Belgien) – Ook

10.09.2004
Tanztheater Münster Premiere
Ook

Theater Stap (Belgien)

Stap ist ein Theater der eigenen Art. Alle Akteure sind auf unterschiedliche Weise geistig gehandicapt. »Ook« ist die erste Tanzproduktion dieses kleinen flämischen Wunders. Unter der Leitung von Sidi Larbi Cherkaoui (Alain Platel/ Les Ballets C. de la B.) und Nienke Reehorst (Meg Stuart/Damaged Goods und Ultima Vez) entsteht eine Bühnenperformance von seltener Intensität. 

Die berühmten Choreographen fanden in den Akteuren vom »Theater Stap« eine faszinierende Authentizität und Konzentration. Im Tanz zeigt sich die Schönheit menschlicher Verletzlichkeit. In »Ook« geht es um die Träume der zehn Mitwirkenden. Sänger in einer Boyband sein Š ein Kind haben Š ein neues Gesicht bekommen. Die Choreographen arbeiten mit Kontrasten und betonen zusammen mit der Kostümbildnerin Isabelle Lhoas die Individualität jedes einzelnen Schauspielers. 

Es entstehen kraftvolle Momente von bezwingender Direktheit, Schönheit und Bewegung.

14,- € / 10,- €
 
TÄNZER UND KREATIVE Anne Dockx, Jan Goris, Kris Hufkens, Nancy Schellekens, Catherine Springuel, Els van Gils, Peter van Lommel, Nadine van Miert, Marc Wagemans, Gert Wellens 
REGIE Sidi Larbi Cherkaoui & Nienke Reehorst Kostüme Isabelle Lhoas
UNTERSTÜTZT VOM Ministerium für Flämische Gemeinschaft, Provinzverwaltung Antwerpen.

Cie. Martine Pisani (Frankreich) – Bande à part

08.09.2004
Tanztheater Münster (Premiere)
Bande à part

Cie. Martine Pisani  (Frankreich)

Martine Pisani gilt in der Szene als ein neuer Star am französischen Tanzhimmel. Leise, poetisch, großzügig und konzentriert geht sie mit ihrem sechsköpfigen Ensemble auf eine irritierende und wunderbare Entdeckungsreise. 

»Bande à part« stellt federleicht und virtuos das auf den Kopf, was und wie Tanz auf der Bühne zu sein hat. In »Slow down«, Pisanis früheren Stück, fehlte immer einer der sechs Darsteller: “Now I’m going to disappear” quasi das Motto. In der neuesten Produktion verhält es sich genau umgekehrt. Von dem Tänzerkollektiv ist immer nur eine Person sichtbar. Sie ist Teil eines größeren Ganzen, das erahnt und erfühlt werden will. 

Martine Pisani interessiert, was sich außerhalb des Sichtfeldes befindet. Sie erforscht die Präsenz, die durch Verschwinden und Abwesenheit entsteht, eine Präsenz, die nicht an Charaktere gebunden ist.

12,- € / 9,- €
 
CHOREOGRAPHIE Martine Pisani Tänzer Vincent Druguet, Théo Kooijman, Eduard Mont de Palol, Elise Olhandéguy, Laurent Pichaud, Olivier Schram
LICHT Designer Philippe Bouttier
EINE KOPRODUKTION VON Theater im Pumpenhaus, Tanztheater International Hannover und Tanzfabrik Berlin mit der Unterstützung des Tanztheaterbüros Berlin und dem Französischen Nationalzentrum für Tanz.

RAZ (Niederlande) – New Joy

07.09.2004
Tanztheater Weltpremiere
New Joy

RAZ (Niederlande)

Die letzte Inszenierung (»Monco«, uraufgeführt im Pumpenhaus) des rebellischen Niederländers Hans Tuerlings dürfte Freunden des Tanztheaters noch bestens in Erinnerung sein. Tuerlings gehört vielleicht zu den letzten Romantikern des niederländischen Tanzes. Seine sensible Formensprache, sein Respekt vor dem Medium Tanz und die kompromisslose Ablehnung modischer Trends haben ihn berühmt gemacht. 

»Raz« richtet die Aufmerksamkeit auf das Wesen der Dinge. Das ist bezeichnend für die Ästhetik von Raz und besonders für die aktuelle Produktion »New Joy«. Kraft strahlt aus ätherischen, beinahe zerbrechlichen Körpern. Tanz wird dem Zögern abgewonnen. Die Ausdruckstiefe dieses Tanzes resultiert aus Tuerlings’ messerscharfer Beobachtung menschlichen Verhaltens. Die eigenwilligen Vorstellungen werden getragen von einem Ensemble außergewöhnlicher Tänzerpersönlichkeiten. Das Publikum wird konfrontiert mit einem Stil, der ebenso unbefangen wie doppeldeutig ist. 

Hans Tuerlings und sein Ensemble Raz holen die besonderen Momente aus dem Verborgenen ans Licht und lassensie dabei unvergesslich werden.

12,- € / 9,- €
 
TÄNZER Linhares Junior (Gewinner des Swan 2003 VSCD Dance Award), Eduardo de Paiva Souza, Aline Barbou, Erika Winkler, Inari Salmivaara, Camilla Ulrich, Susanne Ohmann, Karl Schapell, Barbara Suters Regie, Bühnenbild
KOSTÜME Hans Tuerlings
LICHTKONZEPT Niko van der Klut 
KOSTÜMGESTALTUNG Jacqueline Mayen
TECHNIK Marco de Jong und Peter Paul van Hest
UNTERSTÜTZT VON DutchDanceDrama@DE

Folkwang Tanzstudio (Essen) – Please hold my hand

03.09.2004
Tanztheater Münster Premiere
Please hold my hand

Folkwang Tanzstudio (Essen)

Pina Bausch, die Grande Dame des deutschen Tanztheaters, hat die süd- koreanische Choreografin Eun Me Ahn für Europa entdeckt. Und wer je eine Produktion der derzeitigen Leiterin der Deagu City Dance Troupe gesehen hat, weiß auch warum: Eun Me Ahns Stücke sind tänzerisch anspruchsvoll, ästhetisch so eigenwillig wie schlüssig, haben subtilen Humor und eine feine Ironie. In ihrer jüngsten Produktion, die sie mit dem – Pina Bausch eng verbundenen – Folkwang Tanzstudio Essen erarbeitet hat, entführt Eun Me Ahn in ein Land poppiger Träume: Eine bonbonrosa Bühne und elf Tänzer und Tänzerinnen in pinkfarbenen Hängerkleidchen und Bademützen. 

Wie in Zeitlupe kommt »Please hold my hand« ins Rollen und wird zu einem immer bunten, erotischen und schrillen Kaleidoskop aus Tanz, Musik, Mode und Kunst. Eine Augenweide.

14,- € / 10,- €
 
ES TANZEN Irene Ebel, Mu-Yi Kuo, Andrea Mendez, Jae Won Oh, Eun Sik Park, Francesco Pedone, Erika Pico, Manolo Ricci, Resurección Rivera, Lotte Rudhart, Franko Schmidt
CHOREOGRAPHIE Eun Me Ahn Komposition Young Gyu Jang
PRODUKTION Folkwang Tanzstudios Essen gefördert durch die Kunststiftung NRW

lauterzwerge*** Lit Lounge – Maer

01.08.2004
Maer

lauterzwerge*** Lit Lounge

Man stelle sich vor: 50 Stunden regenfreie Stunden. Die Temperaturen gut bis sehr gut. Man ist glücklich allein oder zu zweit. Aus dem Röhrenradio klingt die beste Literatur zum Thema Meer. Das ist MAER, entwickelt von Sascha Kramski und Jan Christoph Krug.

Spielort auf einem Weizenfeld in der Gasselstiege. Aktuelle Informationen zum Spielort unter www.lauterzwerge.de

3,- € /
 
 

lauterzwerge*** Lit Lounge – Maer

31.07.2004
Maer

lauterzwerge*** Lit Lounge

Man stelle sich vor: 50 Stunden regenfreie Stunden. Die Temperaturen gut bis sehr gut. Man ist glücklich allein oder zu zweit. Aus dem Röhrenradio klingt die beste Literatur zum Thema Meer. Das ist MAER, entwickelt von Sascha Kramski und Jan Christoph Krug.

Spielort auf einem Weizenfeld in der Gasselstiege. Aktuelle Informationen zum Spielort unter www.lauterzwerge.de

3,- € /
 
 

lauterzwerge*** Lit Lounge – Maer

30.07.2004
Maer

lauterzwerge*** Lit Lounge

Man stelle sich vor: 50 Stunden regenfreie Stunden. Die Temperaturen gut bis sehr gut. Man ist glücklich allein oder zu zweit. Aus dem Röhrenradio klingt die beste Literatur zum Thema Meer. Das ist MAER, entwickelt von Sascha Kramski und Jan Christoph Krug.

Spielort auf einem Weizenfeld in der Gasselstiege. Aktuelle Informationen zum Spielort unter www.lauterzwerge.de

3,- € /