fringe ensemble/phoenix 5 (Bonn/Münster) – Grenzgänger

06.10.2004
Schauspiel
Grenzgänger

fringe ensemble/phoenix 5 (Bonn/Münster)

Ein Stück über das Glück in der BRD 

So also wird großes Theater gemacht: Frank Heuels einzigartiger Regiestil, gepaart mit Harald Redmers Sinn für Überraschung und Spannung in der Dramaturgie. Und dazu die Leichtigkeit und Spielfreude des wunderbaren Ensembles. 

Mit »Grenzgänger« ist fringe ensemble / phoenix 5 ein Stück gelungen, das mit ebensoviel Humor wie Tiefsinn Menschen zeigt, die ihr Glück in Deutschland machen woll(t)en. Die Inszenierung basiert auf Interviews, sehr persönlichen Geschichten vom Fremdsein in Deutschland, kleinen Ausschnitten aus Biografien. 

»Lässig an den Hackblock gelehnt plaudert der in Deutschland geborene Jugoslawe (Stefan Kraft) über seine verbockte Chance auf Einbürgerung. Die psychischen Verletzungen des Heimatlosen brüllt David Fischer als unruhig zwischen unbequemer Klause und Publikum hin und her hetzender Irrwisch heraus. Leise rieselt Bettina Marrug als türkischer Reisefachfrau der Tränen trocknende Wüstensand ins Gesicht, und die Übersetzerin aus Togo holt in gleich fünffacher Personalunion den afrikanischen Regenzauber (Stefan Kraft als tretradelnder Medizinmann mit strohiger Rasta-Mähne) ganz dicht an die Zuschauerrampe. 

Lustvoll treibt Heuel solche Klischees auf ihre ebenso komische wie abstoßende Spitze. Das macht seine >Grenzgänger< zu Überfliegern.« (Westfälische Nachrichten)

12,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN David Fischer, Stefan Kraft, Judith Lodewijks, Bettina Marugg, Laila Nielsen 
REGIE Frank Heuel
DRAMATURGIE Harald Redmer
BÜHNE UND KOSTÜME Lisa Witzmann
GEFÖRDERT DURCH die Stadt Münster, Kunststiftung NRW, Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Lan- des NRW, Stadt Bonn
EINE KOPRODUKTION VON fringe ensemble und phoenix5 
IN ZUSAMMENARBEIT MIT dem Theater im Pumpen- haus Münster, dem Theater im Ballsaal Bonn und der Schaubühne Lindenfels Leipzig

Herz und Mund (MS) – Die Glorreichen 7

03.10.2004
Schauspiel
Die Glorreichen 7

Herz und Mund (MS)

Herz und Mund Münster
und Zuckerhut-Produktion Berlin 

»Absolut hollywoodreif war die Coolness der Revolvermänner. Vor allem der wunderbar diabolisch dreinblickende Gian-Phillip Andreas und der immer wieder verblüffende Harald Redmer spielten so staubtrocken, als würden sie jeden Morgen mit Prärie-Sand gurgeln.« So schwärmt die Münstersche Zeitung nach der Oktober-Premiere des Western »Die glorreichen Sieben«. Nach drei Mal ausverkauftem Haus wird es zum Glück im November wieder wild und gefährlich mit dem Kultwestern als zündender Bühnenversion. »Die Glorreichen Sieben« von Münsters Theaterlabel »Herz und Mund« und der Berliner Zuckerhut-Produktion lassen den Sand unter den Stiefeln knirschen und versprechen »Donner und Gloria« (WN).

12,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN G.-P. Andreas, H. Buntjer, O. Dressel, E. Freye, C. Gebelhoff, M. Kaiser, C. Kupferschmid, K. Niggemann, H. Pape, H. Redmer, P. Sebastian
REGIE A. Sebastian
AUSSTATTUNG S. Kossack
MUSIK K. Niggemann
DRAMATURGIE B. Kastner
EINE PRODUKTION von Herz und Mund (Münster) und Zuckerhut (Berlin) in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus und dem Theater unterm Dach, Berlin.
GEFÖRDERT DURCH das Kulturamt der Stadt Münster, den Fonds Darstellende Künste e. V. und der Ges. Musik- und Theaterfreunde Münster

Herz und Mund (MS) – Die Glorreichen 7

02.10.2004
Schauspiel
Die Glorreichen 7

Herz und Mund (MS)

Herz und Mund Münster
und Zuckerhut-Produktion Berlin 

»Absolut hollywoodreif war die Coolness der Revolvermänner. Vor allem der wunderbar diabolisch dreinblickende Gian-Phillip Andreas und der immer wieder verblüffende Harald Redmer spielten so staubtrocken, als würden sie jeden Morgen mit Prärie-Sand gurgeln.« So schwärmt die Münstersche Zeitung nach der Oktober-Premiere des Western »Die glorreichen Sieben«. Nach drei Mal ausverkauftem Haus wird es zum Glück im November wieder wild und gefährlich mit dem Kultwestern als zündender Bühnenversion. »Die Glorreichen Sieben« von Münsters Theaterlabel »Herz und Mund« und der Berliner Zuckerhut-Produktion lassen den Sand unter den Stiefeln knirschen und versprechen »Donner und Gloria« (WN).

12,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN G.-P. Andreas, H. Buntjer, O. Dressel, E. Freye, C. Gebelhoff, M. Kaiser, C. Kupferschmid, K. Niggemann, H. Pape, H. Redmer, P. Sebastian
REGIE A. Sebastian
AUSSTATTUNG S. Kossack
MUSIK K. Niggemann
DRAMATURGIE B. Kastner
EINE PRODUKTION von Herz und Mund (Münster) und Zuckerhut (Berlin) in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus und dem Theater unterm Dach, Berlin.
GEFÖRDERT DURCH das Kulturamt der Stadt Münster, den Fonds Darstellende Künste e. V. und der Ges. Musik- und Theaterfreunde Münster

Herz und Mund (MS) – Die Glorreichen 7

01.10.2004
Schauspiel
Die Glorreichen 7

Herz und Mund (MS)

Herz und Mund Münster
und Zuckerhut-Produktion Berlin 

»Absolut hollywoodreif war die Coolness der Revolvermänner. Vor allem der wunderbar diabolisch dreinblickende Gian-Phillip Andreas und der immer wieder verblüffende Harald Redmer spielten so staubtrocken, als würden sie jeden Morgen mit Prärie-Sand gurgeln.« So schwärmt die Münstersche Zeitung nach der Oktober-Premiere des Western »Die glorreichen Sieben«. Nach drei Mal ausverkauftem Haus wird es zum Glück im November wieder wild und gefährlich mit dem Kultwestern als zündender Bühnenversion. »Die Glorreichen Sieben« von Münsters Theaterlabel »Herz und Mund« und der Berliner Zuckerhut-Produktion lassen den Sand unter den Stiefeln knirschen und versprechen »Donner und Gloria« (WN).

12,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN G.-P. Andreas, H. Buntjer, O. Dressel, E. Freye, C. Gebelhoff, M. Kaiser, C. Kupferschmid, K. Niggemann, H. Pape, H. Redmer, P. Sebastian
REGIE A. Sebastian
AUSSTATTUNG S. Kossack
MUSIK K. Niggemann
DRAMATURGIE B. Kastner
EINE PRODUKTION von Herz und Mund (Münster) und Zuckerhut (Berlin) in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus und dem Theater unterm Dach, Berlin.
GEFÖRDERT DURCH das Kulturamt der Stadt Münster, den Fonds Darstellende Künste e. V. und der Ges. Musik- und Theaterfreunde Münster

Cactus Junges Theater (MS) – Balz

26.09.2004
Junges Theater Münster
Balz

Cactus Junges Theater (MS)

Halali Halalo – 
es ist wieder Brunftzeit. Den Cactus- Jungs weht schon der Frühling um die Hüften. In der Produktion »Männersache« waren sie noch auf der Suche nach sich selbst, in »Balz« suchen sie durchaus erfinderisch nach dem anderen Geschlecht. Sieben ganz unterschiedliche Platzhirsche begeben sich auf die Pirsch im Baggerwald. Ausprobiert werden potente Rezepte zwischen Schnulzenbarderie, Beutemachen in Mackerbestform, Fortbildung durchs Balz-Seminar und Intimgeständnis. 

»Der kleine Unterschied zwischen Sein und Schein wurde auch in den bravourös gespielten Monologen der sieben Charaktere deutlich . . . Das Stück entlarvte Brunftgehabe mit schonungsloser Offenheit und genialer Komik . . . « (Münstersche Zeitung)

11,- € / 6,50 €
 
ES SPIELEN Gabriel Babel, Daniel Braun, Sven Gronewald, Samuel Jurnatan, Max Kuhlmann, Manuel Nicolaus, Johannes Schöning 
REGIE Alban Renz
DRAMATURGIE Jörg Wenners
MUSIKALISCHE LEITUNG Helmut Buntjer
BÜHNENBILD Henri Unsenos
TECHNIK Björn Schimpf, Robert Dubbin
KOSTÜME Elisa Pelkmann
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Cactus Junges Theater Eine Produktion von Cactus Junges Theater
IN KOOPERATION mit Jugendtheater-Werkstatt Münster e.V., Theater im Pumpenhaus und Jib
GEFÖRDERT DURCH Kulturamt der Stadt Münster, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münsterlandes, Cibaria, Papiertiger

Cactus Junges Theater (MS) – Balz

25.09.2004
Junges Theater Münster
Balz

Cactus Junges Theater (MS)

Halali Halalo – 
es ist wieder Brunftzeit. Den Cactus- Jungs weht schon der Frühling um die Hüften. In der Produktion »Männersache« waren sie noch auf der Suche nach sich selbst, in »Balz« suchen sie durchaus erfinderisch nach dem anderen Geschlecht. Sieben ganz unterschiedliche Platzhirsche begeben sich auf die Pirsch im Baggerwald. Ausprobiert werden potente Rezepte zwischen Schnulzenbarderie, Beutemachen in Mackerbestform, Fortbildung durchs Balz-Seminar und Intimgeständnis. 

»Der kleine Unterschied zwischen Sein und Schein wurde auch in den bravourös gespielten Monologen der sieben Charaktere deutlich . . . Das Stück entlarvte Brunftgehabe mit schonungsloser Offenheit und genialer Komik . . . « (Münstersche Zeitung)

11,- € / 6,50 €
 
ES SPIELEN Gabriel Babel, Daniel Braun, Sven Gronewald, Samuel Jurnatan, Max Kuhlmann, Manuel Nicolaus, Johannes Schöning 
REGIE Alban Renz
DRAMATURGIE Jörg Wenners
MUSIKALISCHE LEITUNG Helmut Buntjer
BÜHNENBILD Henri Unsenos
TECHNIK Björn Schimpf, Robert Dubbin
KOSTÜME Elisa Pelkmann
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Cactus Junges Theater Eine Produktion von Cactus Junges Theater
IN KOOPERATION mit Jugendtheater-Werkstatt Münster e.V., Theater im Pumpenhaus und Jib
GEFÖRDERT DURCH Kulturamt der Stadt Münster, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münsterlandes, Cibaria, Papiertiger

Cactus Junges Theater (MS) – Balz

24.09.2004
Junges Theater Münster
Balz

Cactus Junges Theater (MS)

Halali Halalo – 
es ist wieder Brunftzeit. Den Cactus- Jungs weht schon der Frühling um die Hüften. In der Produktion »Männersache« waren sie noch auf der Suche nach sich selbst, in »Balz« suchen sie durchaus erfinderisch nach dem anderen Geschlecht. Sieben ganz unterschiedliche Platzhirsche begeben sich auf die Pirsch im Baggerwald. Ausprobiert werden potente Rezepte zwischen Schnulzenbarderie, Beutemachen in Mackerbestform, Fortbildung durchs Balz-Seminar und Intimgeständnis. 

»Der kleine Unterschied zwischen Sein und Schein wurde auch in den bravourös gespielten Monologen der sieben Charaktere deutlich . . . Das Stück entlarvte Brunftgehabe mit schonungsloser Offenheit und genialer Komik . . . « (Münstersche Zeitung)

11,- € / 6,50 €
 
ES SPIELEN Gabriel Babel, Daniel Braun, Sven Gronewald, Samuel Jurnatan, Max Kuhlmann, Manuel Nicolaus, Johannes Schöning 
REGIE Alban Renz
DRAMATURGIE Jörg Wenners
MUSIKALISCHE LEITUNG Helmut Buntjer
BÜHNENBILD Henri Unsenos
TECHNIK Björn Schimpf, Robert Dubbin
KOSTÜME Elisa Pelkmann
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Cactus Junges Theater Eine Produktion von Cactus Junges Theater
IN KOOPERATION mit Jugendtheater-Werkstatt Münster e.V., Theater im Pumpenhaus und Jib
GEFÖRDERT DURCH Kulturamt der Stadt Münster, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münsterlandes, Cibaria, Papiertiger

Cactus Junges Theater (MS) – Balz

22.09.2004
Junges Theater Münster (Premiere)
Balz

Cactus Junges Theater (MS)

Halali Halalo – 
es ist wieder Brunftzeit. Den Cactus- Jungs weht schon der Frühling um die Hüften. In der Produktion »Männersache« waren sie noch auf der Suche nach sich selbst, in »Balz« suchen sie durchaus erfinderisch nach dem anderen Geschlecht. Sieben ganz unterschiedliche Platzhirsche begeben sich auf die Pirsch im Baggerwald. Ausprobiert werden potente Rezepte zwischen Schnulzenbarderie, Beutemachen in Mackerbestform, Fortbildung durchs Balz-Seminar und Intimgeständnis. 

»Der kleine Unterschied zwischen Sein und Schein wurde auch in den bravourös gespielten Monologen der sieben Charaktere deutlich . . . Das Stück entlarvte Brunftgehabe mit schonungsloser Offenheit und genialer Komik . . . « (Münstersche Zeitung)

11,- € / 6,50 €
 
ES SPIELEN Gabriel Babel, Daniel Braun, Sven Gronewald, Samuel Jurnatan, Max Kuhlmann, Manuel Nicolaus, Johannes Schöning 
REGIE Alban Renz
DRAMATURGIE Jörg Wenners
MUSIKALISCHE LEITUNG Helmut Buntjer
BÜHNENBILD Henri Unsenos
TECHNIK Björn Schimpf, Robert Dubbin
KOSTÜME Elisa Pelkmann
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Cactus Junges Theater Eine Produktion von Cactus Junges Theater
IN KOOPERATION mit Jugendtheater-Werkstatt Münster e.V., Theater im Pumpenhaus und Jib
GEFÖRDERT DURCH Kulturamt der Stadt Münster, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münsterlandes, Cibaria, Papiertiger

Fundbureau.org (MS) – Kein Ort. Nirgends

19.09.2004
Schauspiel
Kein Ort. Nirgends

Fundbureau.org (MS)

nach einer Erzählung von Christa Wolf 

Die allerletzten Aufführungen 

Ein Treffen, das nie stattgefundenen hat, jährt sich 2004 zum zweihundertsten Mal: Zwei von ihrer Zeit verkannte, ihrer Zeit vorauseilende, an ihrer Zeit und den Verhältnissen verzweifelnde Dichter begegnen sich: Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist. 

In ihrer Erzählung »Kein Ort. Nirgends« formt Christa Wolf aus Briefen und Texten von und an Günderrode und Kleist bei diesem erwünschten Treffen die Wesen zweier Menschen, die an ihrer Unbedingtheit, ihrem Anspruch nach Wahrhaftigkeit scheitern müssen. 

Zwei Menschen, die sich so nah waren in ihrer Todesnähe und ihrer Unfähigkeit, sich der allgemeinen Oberflächlichkeit anzupassen. Die sich hätten anvertrauen sollen. 

Bei einer Teegesellschaft im Haus der Brentanos in Winkel am Rhein dürfen Kleist und Günderrode zu einander kommen, ein jeder sich dem anderen öffnen. Geheimnisse entdecken, verstanden werden. Ein kurzer Moment der Preisgabe, des Glücks. 

In seiner Bearbeitung hat Jan-Christoph Hassel »Kein Ort. Nirgends« zu einem intimen Kammerspiel für zwei Schauspieler und eine Leinwand verdichtet. 

»Kein Ort. Nirgends habe ich 1977 geschrieben. Das war in einer Zeit, da ich mich selbst veranlasst sah, die Voraussetzungen von Scheitern zu untersuchen, den Zusammenhang von gesellschaftlicher Verzweiflung und Scheitern in der Literatur. Ich hab damals stark mit dem Gefühl gelebt, mit dem Rücken zur Wand zu stehen und keinen richtigen Schritt tun zu können.« 

Christa Wolf, 1982

11,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Karola Maria Niederhuber, Gian-Philip Andreas, Marcell Kaiser, Dirk Rademacher, Zeha Schröder, Charlotte Stemmer 
TEXTBEARBEITUNG & REGIE Jan-Christoph Hassel
DRAMATURGISCHE BERATUNG Elke Maul 
BÜHNENBILD Jan-Christoph Hassel, David Kluge, Ullrich Metzger 
KOSTÜME Claudia Held
VIDEOGESTALTUNG Jan-Christoph Hassel, Till Nachtmann 
GRAFIK David Kluge

Fundbureau.org (MS) – Kein Ort. Nirgends

18.09.2004
Schauspiel
Kein Ort. Nirgends

Fundbureau.org (MS)

nach einer Erzählung von Christa Wolf 

Die allerletzten Aufführungen 

Ein Treffen, das nie stattgefundenen hat, jährt sich 2004 zum zweihundertsten Mal: Zwei von ihrer Zeit verkannte, ihrer Zeit vorauseilende, an ihrer Zeit und den Verhältnissen verzweifelnde Dichter begegnen sich: Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist. 

In ihrer Erzählung »Kein Ort. Nirgends« formt Christa Wolf aus Briefen und Texten von und an Günderrode und Kleist bei diesem erwünschten Treffen die Wesen zweier Menschen, die an ihrer Unbedingtheit, ihrem Anspruch nach Wahrhaftigkeit scheitern müssen. 

Zwei Menschen, die sich so nah waren in ihrer Todesnähe und ihrer Unfähigkeit, sich der allgemeinen Oberflächlichkeit anzupassen. Die sich hätten anvertrauen sollen. 

Bei einer Teegesellschaft im Haus der Brentanos in Winkel am Rhein dürfen Kleist und Günderrode zu einander kommen, ein jeder sich dem anderen öffnen. Geheimnisse entdecken, verstanden werden. Ein kurzer Moment der Preisgabe, des Glücks. 

In seiner Bearbeitung hat Jan-Christoph Hassel »Kein Ort. Nirgends« zu einem intimen Kammerspiel für zwei Schauspieler und eine Leinwand verdichtet. 

»Kein Ort. Nirgends habe ich 1977 geschrieben. Das war in einer Zeit, da ich mich selbst veranlasst sah, die Voraussetzungen von Scheitern zu untersuchen, den Zusammenhang von gesellschaftlicher Verzweiflung und Scheitern in der Literatur. Ich hab damals stark mit dem Gefühl gelebt, mit dem Rücken zur Wand zu stehen und keinen richtigen Schritt tun zu können.« 

Christa Wolf, 1982

11,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Karola Maria Niederhuber, Gian-Philip Andreas, Marcell Kaiser, Dirk Rademacher, Zeha Schröder, Charlotte Stemmer 
TEXTBEARBEITUNG & REGIE Jan-Christoph Hassel
DRAMATURGISCHE BERATUNG Elke Maul 
BÜHNENBILD Jan-Christoph Hassel, David Kluge, Ullrich Metzger 
KOSTÜME Claudia Held
VIDEOGESTALTUNG Jan-Christoph Hassel, Till Nachtmann 
GRAFIK David Kluge