MA•KE/Sternzeit (MS) – SEXTON – rats live on no evil star

06.03.2003
Uraufführung Schauspiel/Performance/Konzert
SEXTON - rats live on no evil star

MA•KE/Sternzeit (Münster)

Dramatisches Feature (deutschsprachig) 

Ein Tisch voller Messer, die schnarren, klingeln, sirren. Eine atmende Bassklarinette. Eine Stimme, die englische Worte schmeckt, flüstert, beschwört, Worte, die einen inneren Beat, eine eigene Musik haben. Die stark autobiographischen und tabubrechenden Texte der amerikanischen Dichterin Anne Sexton sind das Leitmotiv dieses dramatischen Features. Hierzulande noch weitgehend unbekannt, war sie in Amerika ein skandalumwitterter Star. Zwei Musiker, vier Sprecher und Schauspieler kommen der schillernden Dichterdiva und Performancekünstlerin auf die Spur, ihrem extremen Leben zwischen Psychiatrie, Küche und Schreibmaschine, ihren widersprüchlichen Rollen als Hausfrau, Lyrikprofessorin, Patientin, Schriftstellerin und Femme Fatale. Stationen ihres Lebens und Arbeitens spiegeln sich in Gedichten, Briefen, Interviews, Zeitzeugen-Kommentaren, Musik und Videoprojektion.

Sexton passt in keine gängige Schublade, ebenso wenig wie die hier entstandene Collage mit Elementen aus Schauspiel, Performance und Life- Konzert.

Anne Sexton ist eine der prominentesten Vertreterinnen der »confessional poets«. Ihr Hauptwerk aus den 60er und 70er Jahren gilt in Deutschland noch immer als Geheimtip. Sexton, geboren 1928, lebte zunächst das klassische Klischee der Mittelschichts-Hausfrau, bis sie im Alter von 28 Jahren nach einem psychotischen Schub auf Anraten ihres Therapeuten Lyrik zu schreiben begann. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Pulitzer-Preis. Am 4. Oktober 1974 nahm sie sich das Leben. Der S. Fischer Verlag publizierte ab 1996 die deutsche Übersetzung ihres Werkes in einer Werkedition. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: »Sextons schonungsloser Rückgriff auf autobiographisches Material, das heißt auf tabuisierte Themen wie psychiatrische Probleme und existentielle weibliche Lebenserfahrungen, geben ihrer Dichtung trotz hoher formaler Komposition und assoziativer Überhöhung eine Aura der Authentizität und machten sie zur Identifikations- und Kultfigur.«
10,- € / 8,- €

Es spielen Gabriele Brüning, Beate Reker, Andreas Ladwig
Performance Anna Stern
Klarinette Tara Bouman
Messertisch & Flötenmaschine Stephan Froleyks
Konzeption/Textmontage Anna Stern, Manfred Kerklau
Raum Hans Salomon
Video Stefan Hollekamp
Regie Manfred Kerklau
Eine Koproduktion von MA•KE/Sternzeit und dem Theater im Pumpenhaus
Unterstützt von der Stadt Münster, Fonds Darstellende Künste e.V., Staatskanzlei NRW, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münsterlandes e.V.

Am Samstag, den 15. März im Anschluss Live-Konzert mit Andreas Ladwig & Band, Preis 3,- Euro

Theater Sycorax (Münster) – Woyzeck – nach Georg Büchner

27.02.2003
Schauspiel
Woyzeck - nach Georg Büchner

Theater Sycorax (Münster)

 Sycorax steht kurz vor dem Abflug zum »worldwide festival madness and arts« in Toronto (Kanada), wo sie mit ihrer Woyzeck-Bearbeitung gastieren. Das Münsteraner Publikum hat noch einmal die Möglichkeit, den Festival-Woyzeck vor Ort zu sehen. Frei nach Büchner verwandelt sich in dieser Inszenierung der Klinikflur zur Bühne, Ärzte und Patienten agieren als dramatis personae und das Pochen in Woyzecks Kopf wird hörbar. Die weißen Wände der modernen Psychiatrie werden zur Projektionsfläche von Vorstellungswelten und Klinikalltag, Grenzen verschwimmen und Woyzecks Innenwelt rückt in den Mittelpunkt. »Der Zuschauer taucht eine Stunde lang in den Tiefen der Woyzeckschen Bewusstseinsebenen und ringt nach dem Auftauchen verwundert nach Luft: Gesehen mit den Augen von Sycorax, scheinen sie so unergründlich gar nicht zu sein.« (Westfälische Nachrichten)
8,- € / 5,- €

Es spielen J. Bayer, S. Brüffer, H. Dieckmann, S. Dobstadt, D. Grimm, A. Ochsmann, A. Radandt, A. Schäfer, S. Schmidt, K. Schönberger, G. Sowa, G. Terbaum, H.Weitkamp
Künstlerische Leitung/Regie Paula Artkamp, Manfred Kerklau
Bühne Hans Salomon
Licht Volker Sippel
Unterstützt von Theater im Pumpenhaus, Kulturamt und Gesundheitsamt Stadt Münster, Fonds Sozio kultur, Stiftung Siverdes, VHS Münster, Förderkreis Sozialpsychiatrie und Förderkreis Sycorax e.V.

 

Theater Sycorax (Münster) – Woyzeck – nach Georg Büchner

26.02.2003
Schauspiel
Woyzeck - nach Georg Büchner

Theater Sycorax (Münster)

 Sycorax steht kurz vor dem Abflug zum »worldwide festival madness and arts« in Toronto (Kanada), wo sie mit ihrer Woyzeck-Bearbeitung gastieren. Das Münsteraner Publikum hat noch einmal die Möglichkeit, den Festival-Woyzeck vor Ort zu sehen. Frei nach Büchner verwandelt sich in dieser Inszenierung der Klinikflur zur Bühne, Ärzte und Patienten agieren als dramatis personae und das Pochen in Woyzecks Kopf wird hörbar. Die weißen Wände der modernen Psychiatrie werden zur Projektionsfläche von Vorstellungswelten und Klinikalltag, Grenzen verschwimmen und Woyzecks Innenwelt rückt in den Mittelpunkt. »Der Zuschauer taucht eine Stunde lang in den Tiefen der Woyzeckschen Bewusstseinsebenen und ringt nach dem Auftauchen verwundert nach Luft: Gesehen mit den Augen von Sycorax, scheinen sie so unergründlich gar nicht zu sein.« (Westfälische Nachrichten)
8,- € / 5,- €

Es spielen J. Bayer, S. Brüffer, H. Dieckmann, S. Dobstadt, D. Grimm, A. Ochsmann, A. Radandt, A. Schäfer, S. Schmidt, K. Schönberger, G. Sowa, G. Terbaum, H.Weitkamp
Künstlerische Leitung/Regie Paula Artkamp, Manfred Kerklau
Bühne Hans Salomon
Licht Volker Sippel
Unterstützt von Theater im Pumpenhaus, Kulturamt und Gesundheitsamt Stadt Münster, Fonds Sozio kultur, Stiftung Siverdes, VHS Münster, Förderkreis Sozialpsychiatrie und Förderkreis Sycorax e.V.

 

Ibrahim Ndiaje (Senegal/D) : Afrikanisches Erzählen und Trommeln

23.02.2003
Kinderprogramm
Afrikanisches Erzählen und Trommeln

Ibrahim Ndiaje  (Senegal/D)

Der im Senegal geborene Künstler Ibrahim Ndiaje, genannt Ibo, entführt mit Geschichten, Musik, Tanz und Trommeln in seine afrikanische Heimat. 

Dorthin, wo sein Ur-Ur-Ur-Großvater ein echter König war… 
Groß und Klein sind zum Mitmachen eingeladen: Kurze Lieder, Trommelrhythmen und kleine Szenen sind schnell gelernt und zeigen, wie man in Afrika schon immer SMS mit Trommeln verschicken konnte.

3,- € / 2,- €

Ibrahim Ndiaje (Senegal/D) : Afrikanisches Erzählen und Trommeln

16.02.2003
Kinderprogramm
Afrikanisches Erzählen und Trommeln

Ibrahim Ndiaje  (Senegal/D)

Der im Senegal geborene Künstler Ibrahim Ndiaje, genannt Ibo, entführt mit Geschichten, Musik, Tanz und Trommeln in seine afrikanische Heimat. 

Dorthin, wo sein Ur-Ur-Ur-Großvater ein echter König war… 
Groß und Klein sind zum Mitmachen eingeladen: Kurze Lieder, Trommelrhythmen und kleine Szenen sind schnell gelernt und zeigen, wie man in Afrika schon immer SMS mit Trommeln verschicken konnte.

3,- € / 2,- €

Forced Entertainment (GB): Instructions for Forgetting

09.02.2003
Gastspiel Theater Performance Film
Instructions for Forgetting

Forced Entertainment (GB)

Werkschau

Erstmalig ist der sonst nur als Autor und »outside eye« der Gruppe im Bühnenhintergrund agierende Tim Etchells mit einem Solo zu sehen. In Instructions for Forgetting liefern Homemovies, Briefe und Videos von Freunden und Tapes von Ereignissen aus aller Welt das Basismaterial. Bilder werden zurück-, Geschichten vorgespult, Vergangenes wird zum Standbild. Ein Kind macht Zaubertricks, eine Frau strippt in Barnsley, in Beirut glitzert das Meer, ein Wal wird gesprengt. Ein Achtjähriger bettelt um eine beruhigende Antwort auf seine Frage: »Titanick ist doch nur ein Film, oder? Und die Toten nicht echt?« 

Inmitten von Videomonitoren, Recordern, Stapeln von Videocassetten und Kabeln entsteht eine überraschende und witzige Performance, die teils als intimer Essay, teils als fragmentarische Erzählung nach Verbindungen sucht zwischen persönlicher und »großer« Geschichte, genannt Politik und Kultur.

10,- € / 8,- €
 
DURCHGEHEND EINLASS, MEHRFACHBESUCHE ERWÜNSCHT!
VON UND MIT Tim Etchells, Richard Lowdon (Design), Hugo Glendinning (Video) 
PRODUKTION Forced Entertainment im Auftrag der Wiener Festwochen 2001

Forced Entertainment (GB): Instructions for Forgetting

08.02.2003
Gastspiel Theater Performance Film
Instructions for Forgetting

Forced Entertainment (GB)

Werkschau

Erstmalig ist der sonst nur als Autor und »outside eye« der Gruppe im Bühnenhintergrund agierende Tim Etchells mit einem Solo zu sehen. In Instructions for Forgetting liefern Homemovies, Briefe und Videos von Freunden und Tapes von Ereignissen aus aller Welt das Basismaterial. Bilder werden zurück-, Geschichten vorgespult, Vergangenes wird zum Standbild. Ein Kind macht Zaubertricks, eine Frau strippt in Barnsley, in Beirut glitzert das Meer, ein Wal wird gesprengt. Ein Achtjähriger bettelt um eine beruhigende Antwort auf seine Frage: »Titanick ist doch nur ein Film, oder? Und die Toten nicht echt?« 

Inmitten von Videomonitoren, Recordern, Stapeln von Videocassetten und Kabeln entsteht eine überraschende und witzige Performance, die teils als intimer Essay, teils als fragmentarische Erzählung nach Verbindungen sucht zwischen persönlicher und »großer« Geschichte, genannt Politik und Kultur.

10,- € / 8,- €
 
DURCHGEHEND EINLASS, MEHRFACHBESUCHE ERWÜNSCHT!
VON UND MIT Tim Etchells, Richard Lowdon (Design), Hugo Glendinning (Video) 
PRODUKTION Forced Entertainment im Auftrag der Wiener Festwochen 2001

Forced Entertainment (GB): And On The Thousandth Night…

07.02.2003
Gastspiel Theater Performance Film
And On The Thousandth Night...

Forced Entertainment (GB)

Diese sechsstündige Durational-Performance gilt als eine der schönsten Arbeiten des Schauspielkollektivs. Bislang war sie in Deutschland nur bei unseren Freunden im Mousonturm in Frankfurt zu sehen und auf dem Festival Theater der Welt. Es ist das update der »Märchen von 1001 Nacht« von und für sleepless urban professionals. Was ist zu sehen? Sechs Stühle, darauf drei Männer und drei Frauen. Sechs Pappkronen, sechs rote Umhänge. Drei Königinnen und drei Könige. Im Hintergrund eine Ruhezone mit Kaffee, Mineralwasser und Liegekissen für ermüdete Performer. 

»And On The Thousandth Night… is the longest bedtime story ever told. It is a late night improvised story-in-a-story-in-a-story-in-a-story which somehow tries to tell all the stories ever written, spoken, remembered or fantasised, with the strange provisio that not one of these stories is ever allowed to end.« (Tim Etchells) 

Gerald Siegmund schreibt in der FAZ: »Selten hat man Darsteller mit so großer Leichtigkeit und offensichtlichem Vergnügen auf einer Bühne soviel Esprit versprühen sehen. And On The Thousandth Night ist großes, lebendiges und intelligentes Theater mit einfachsten Mitteln.«

6,- € / 4,- €
 
DURCHGEHEND EINLASS, MEHRFACHBESUCHE ERWÜNSCHT!
VON UND MIT Tim Etchells, Richard Lowdon, Robin Arthur, Terry O’Connor, Claire Marshall, Ruth Ben Tovim 
PRODUKTION Forced Entertainment

Forced Entertainment (GB): Film-Nacht

05.02.2003
Gastspiel Theater Performance Film
Film-Nacht

Forced Entertainment (GB)

Film-Nacht – Forced Entertainment-Werkschau

Das britische Schauspielkollektiv Forced Entertainment ist bekannt durch seine radikale und einzigartige Arbeitsweise. Es realisiert Produktionen in den Bereichen Theater, Performance, Installation, Video und Digitalen Medien. Vor ihrer Aufführungsserie in Münster gastieren sie in der Volksbühne Berlin und im Centre Pompidou in Paris. Es stimmt, was ihr Regisseur und Autor Tim Etchells sagt: »There is an audience that does not want old kinds of dramatic bullshit.« Als Appetizer für die Forced Entertainment Werkschau präsentiert Tim Etchells fünf Filme, die er zusammen mit dem Fotografen Hugo Glendinning realisierte. Gezeigt werden u.a. »Starfucker« und »Down Time«. Tim Etchells moderiert dieses Event.

4,- € /

Raimund Hoghe (Düsseldorf/Brüssel): Young People, Old Voices


Gastspiel Tanz/Theater

Zum ersten Mal in Deutschland: Die neue Großproduktion von Raimund Hoghe. Die Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus war einer der wenigen deutschen Beiträge für Brügge Kulturhauptstadt 2002. Es ist eine seltene Arbeit. Raimund Hoghe, international bekannt durch seine Solo-Aufführungen, inszeniert und choreographiert ein Stück für 12 Jugendliche und ihn selbst. Der Titel ist Programm. »Old Voices«, das sind die Aufnahmen von Judy Garland, Peggy Lee, Dean Martin, Bette Davis, Patsy Cline und Dalida am Ende ihrer Karrieren. »Young People« sind die 12 Jugendlichen aus Frankreich und Belgien, die am Anfang ihres Lebens stehen und in vielen Fällen zum ersten Mal auf einer Bühne. Für dieses Spannungsfeld initiiert Hoghe stark ritualisierte und fast explosive Handlungssequenzen. Große Gruppenchoreographien und kleinere Solis wechseln sich ab. Der Handlungsbogen spannt sich vom kindlichen Murmelspiel über die ersten Liebesgefühle, schließt Identitätsfindung und Rollentausch ein, und erstreckt sich bis zum Rückblick auf ein Leben.

10,- € / 8,- €
 
ES TANZEN/SPIELEN Raimund Hoghe L. De Brabandere, W. Bouchez, S. Késenne, K. Rogghe, P. Cuggia, E. Eeman, N. Marie, K. De Preter, C. Langenbick, D. Bastiaensen, R. Alondra Antiognoni, L. Douselaere
KONZEPT & REGIE Raimund Hoghe i.Z.m. Luca Giacomo Schulte
EINE KOPRODUKTION VON Theater im Pumpenhaus, Kaaitheater (B), Brügge 2002, Springdance/Works (NL), Montpellier Danse (F). I. Z. m. Groupe Kam Laï (F), Cultuurcentrum Brügge. M.f.W.S.K.S. des Landes NRW und De Vlaamse Gemeenschap NRW in Flandern 2002