Int. Tanztheater
Jérome Bel

Ein asiatischer und ein europäischer Tänzer von Weltformat sitzen sich auf der Bühne gegenüber. Zwei Künstler, die wenig voneinander wissen, die vollkommen verschiedene ästhetische Ansätze verfolgen und die nun beide versuchen, mehr über den jeweils anderen zu erfahren, mehr vor allem über dessen künstlerischen Ansatz – trotz der riesigen kulturellen Kluft, die zwischen ihnen liegt. Sie stellen einander Fragen, erklären und zeigen sich ihre Auffassung von Tanz: Jérôme Bel, einer der einflussreichsten Protagonisten des Konzepttanzes, und der thailändische traditionelle Khon-Tänzer Pichet Klunchun. Eine respektvolle, charmante und manchmal sehr humorvolle Begegnung zweier ganz großer Künstler, die die schwierigen Fragen nicht meiden und die Unterschiede nicht zukleistern wollen. Ein Welterfolg! Für Pichet Klunchun and myself wurde den Tänzern der hoch dotierte »Princess Margriet Award for Cultural Diversity« der europäischen Kulturstiftung verliehen.
Die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes im Dreierpack, international und stilbildend!
José Navas – Anatomies,
Mittwoch 25. März, 20 Uhr
Raimund Hoghe – 36, Avenue Georges Mandel,
Freitag 27. März, 20 Uhr
und
Jérôme Bel – Pichet Klunchun and myself,
Samstag 28. März, 20 Uhr
Karten 3er-Pack: 30,- €/ erm. 20,- €
Reservieren Sie dazu bitte telefonisch
unter 0251-23 34 43.
KONZEPT Jérôme Bel
EINE PRODUKTION VON Bangkok Fringe Festival (Bangkok), SACD Le Vif du Sujet (Paris), Festival Montpellier Danse 2005 (Montpellier), R.B. Jérôme Bel (Paris)
MIT UNTERSTÜTZUNG VON Cultures France (Paris), French Alliance of Bangkok, Cultural Service of the French Embassy in Bangkok und «The Flying Circus Project» in Singapore
DANK AN Frie Leysen and Mark De Putter
R.B. Jérôme Bel wird für seine internationalen Gastspiele gefördert von der Direction Régionale des Affaires Culturelles d’Ile-de-France und Cultures France.


Raimund Hoghe gehört zu den Großen des internationalen Tanztheaters. Als Tänzer und Choreograph wirkt er stilbildend in Europa. In der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift bal-lettanz wurde er zum Tänzer des Jahres 2008 gekürt worden. Seit vielen Jahren ist Raimund Hoghe eng mit dem Pumpenhaus verbunden, daher kehrt er noch einmal mit seiner Produktion “ 36, Avenue Georges Mandel” zurück, mit der er auf dem “Festival d’Avignon glänzte. Der Titel 36, Avenue Georges Mandel bezieht sich auf das Haus, in dem Maria Callas in ihren letzten Lebensjahren bis zu ihrem Tod 1977 gewohnt hat. Georges Mandel war ein (heute weitgehend vergessener) französischer Politiker und Angehöriger der Résistance, der im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen hingerichtet wurde. In 36, Avenue Georges Mandel geht es um die Auseinandersetzung mit Leben und Kunst, Vorstellung und Realität, Einsamkeit und die Sehnsucht nach Schönheit. Mit dem jungen Tänzer Emmanuel Eggermont – Traumbild, Jugenderinnerung, Schutzengel oder Passant – stellt Hoghe eine Beziehung zwischen Musik und Tanz her; vergleicht große Sänger wie die herausragende Maria Callas mit Tänzern und ihrem Bewusstsein für Bewegungen.
