Theater Sycorax (MS)
HERZSCHLAGWEIT heißt der letzte Teil der Trilogie über den Lebensdurst und seine Fallen (nach Sehnsuchtsschwimmer und Am anderen Ende ist der Himmel). 14 Menschen beantragen ihre Auswilderung. Wunsch und Wille sind stark, sich vom Alltagstrott zu befreien und die bestehenden Rituale zu entriegeln. Vom Himmel gefallen und gestrandet, hinausgeworfen und nah an den Abgrund gestreut – der Atem der Sehnsucht und des Abenteuers raunt über die Klippen. Überraschungen verbergen sich unter jedem Stein und der Horizont färbt ab. Das schnelle Leben und die Gewohnheiten haben sie hinter sich gelassen und suchen nun nach Zukunft. Einem neuen Leben, das gleich jetzt beginnt. Es riecht nach Ungewissheit, nach Überlebenskampf, aber auch nach deutlich spürbarem Zauber. Die Herzen schlagen weit. »Glück? Ja! Das mit dem Glück ist so ein Ziel von mir.«
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Paula Artkamp, Manfred Kerklau
REGIEASSISTENZ Marcell Lehnert
TEXTFASSUNG Paula Artkamp
RAUM Hans Salomon
KOSTÜME Bettina Zumdick
MASKE Sabine Schubert
LICHTDESIGN Volker Sippel
PRODUKTION Theater Sycorax
IN KOPRODUKTION MIT DEM Theater im Pumpenhaus
GEFÖRDERT VON Kulturamt der Stadt Münster


Das israelisch-holländische Choreografen-Duo Roni Haver und Guy Weizman hat ein energiegeladenes, existenzielles, bisweilen ironisches Frauenporträt für sechs Tänzerinnen entworfen. Geschichten, die als kraftvoll-wilder Tanz zu den Beats der Livemusik von Schlagzeuger Elad Cohen bebten und das Publikum im Sturm eroberten. Beim Niederlandefestival 2003 erlebte das Publikum die Premiere bei uns und fiebert seitdem einem Wiedersehen entgegen. Die dynamischen und mysteriösen Tanzperformances des Powerduos Guy und Roni fesseln die internationale Zuschauerschaft seit über zehn Jahren; das spannende und ergreifende Tanzvokabular bleibt lange in Erinnerung. Nach den vergangenen Inszenierungen Myrrh and Cinnamon (2004) und All is well (2006) ist Language of Walls bei uns noch einmal zu sehen, bevor die Produktion erstmalig über den großen Teich nach New York geht. In einer beklemmend-häuslichen Atmosphäre mit abgewetzten Tapeten und spießigem Mobiliar ringen die Tänzerinnen um persönliche Freiheit, knüpfen und verteidigen Blutsbande und suchen nach einem weiblichen Ausdruck im Tanz. »Breathtaking!« (Voice)
