Theaterprojekt
Treacle Theatre Company (MS/GB)

Unser tägliches Brot. Schon vor tausenden von Jahren auf heißen Steinen gebacken. Die alten Ägypter waren Profi-Bäcker. Das Know-how kupferten die Römer ab und stellten in Großbäckereien vor 2000 Jahren 36.000 Kilo Brot pro Tag her. Damit konnte es die Kriegsbäckerei in der alten Speicherstadt in Coerde auf- nehmen. Aus dieser kleinen Militär- stadt mit neun imposanten Korn- speichern wurden Hitlers Truppen im Norden während des 2. Weltkrieges versorgt. Täglich 70.000 Laibe Brot verließen die Großbäckerei in Rich- tung Heer. Jungregisseur Kaspar Wimberley hat diesen Ort für seine neue Produktion mit 13 Jugendlichen entdeckt. Basis für die Arbeit sind die Erinnerungen der Menschen, die hier gearbeitet haben, und die Assozi- ationen aller Mitwirkenden zum Thema Brot. Als Symbol für Leben und Fruchtbarkeit. Als wichtiges Grundnahrungsmittel. Brot in der Religion oder profan als Währung. Treacle Theater Company erzählt außerhalb des gewohnten Theater- raums eine ganz eigene Geschichte vom Brot und über die Speicherstadt. Im Jahr 2005 beeindruckte Treacle mit experimentellen Projekten wie Das letzte Glashaus in einem still- gelegten Gewächshaus und einem Tag der Offenen Tür im Dyckburger Wald.
MUSIKALISCHE LEITUNG Kai Niggemann
TANZ-WORKSHOP Jolika Maren Sudermann
BÄCKERIN Katharina Wolter
KOPRODUKTIONSPARTNER Theater im Pumpenhaus, WLV
GEFÖRDERT VON Kulturamt der Stadt Münster, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
MIT UNTERSTÜTZUNG VON Jib, Cactus Junges Theater, H2O Frisuren, Cibaria Bäckerei, Hauptschule Münster-Coerde, Stadtteil- werkstatt Nord, AWO Ju- gendtreff, Deutsches Rotes Kreuz Jugendtreff, Haus der offenen Tür Coerde


13 Menschen üben die Welt und laufen um ihr Leben. Um einen Er- folgszipfel zu erhaschen, sind sie zu allem bereit. Programmiert ist das Coaching für den Lebenskampf. Um im Leben bestehen zu können, muss man mit allen Wassern ge- waschen sein – und von allen En- geln verlassen? Mit elementarer Wucht bis zur Erschöpfung wird das Leben ins Visier genommen. Beglückend surreal von Paula Artkamp und Manfred Kerklau inszeniert, gelingt es Sycorax den Resonanzboden zu öffnen, die Kammern, in denen die Stim- men der Kindheit, der Hoffnung und der Liebe wohnen. Nach dem großen Erfolg des ersten internatinalen Theaterfestivals 2003 in Toronto, Kanada, eröffnet Theater Sycorax zum ersten Mal auf dem europäischen Kontinent ein Forum für professionelle Kunstschaffende, die sich mit den kreativen Potential- en im Spannungsfeld von psych- ischer Gesundheit und Krankheit auseinandersetzen. madness & arts II wird mit dem schillernden, eigenwilligen Programm unüber- sehbare Zeichen setzen und schöpferischen Wahnsinn ver- sprühen. Bis zum 8. Mai werden elf Produktionen aus Russland, Italien, Tschechien, Kanada, Frank- reich, Belgien, Dänemark, Polen und die neue Sycorax-Inszenierung als deutscher Beitrag präsentiert.