Theater Titanick (MS / Leipzig) – TREIBGUT

07.05.2004
Open-Air-Theater
TREIBGUT

Theater Titanick (MS / Leipzig)

»Treibgut« wird realisiert von einem 40köpfigen Produktionsteam, 10 Schauspielern/Musikern und 25 Darstellern. Der Vorbereitungsprozess der Wasser-Inszenierung – von der ersten Idee bis zum Einbau der Unterwasserbühnenkonstruktion – dauerte über ein Jahr. In Leipzig fand die erste Proben- und Bauphase statt. Dort konnte selbst bei Außentemperaturen von minus 11 Grad in dem selbstgebauten Stahlbecken (Durchmesser 20 m, Tiefe 1,50 m, Fassungsvermögen 420.000 Liter) bei 4 Grad Wassertemperatur geprobt werden. Drei LKWs mit einer Ladelänge von 42 m brachten Ende März 14 Tonnen Material von Leipzig nach Münster. 

Die Unterwasserbühne besteht aus einer dreieckigen Stahltraverse (in 2 m Wassertiefe schwebend verankert). Auftrieb bekommt die Konstruktion durch Lkw-Schläuche und Styropor. An der Traverse fest installiert, versinken mit ihr ein Baum und Neptuns Turm – acht Meter hoch und mit komplettem Sound-Equipment bestückt. Unterwasser und von der Traverse aus steuerbar befinden sich Plattformen und Hebebühnen, Licht- und Pyrotechnik. 

Auf der Wasseroberfläche bilden 5 Inseln Bühnen für die Schauspieler. Die Inseln sind an das Schlauchsystem der Traverse angeschlossen. Drei Pumpen pressen 3000 Liter Wasser pro Minute durch ein System von Feuerwehrschläuchen und Verteilern. Neben den autarken Pressluftsystemen der Inseln werden 50.000 Liter komprimierte Luft zentral in diverse Schlauchsysteme geleitet. Die Luft stabilisiert die Auftrieb gebenden Fässer und dient für Wasserexplosionen und Drucklufteffekte.

18,- € / 11,- €
 
ORT Stadthafen I, Hafen- weg 26 
EINLASS 22 Uhr
BEGINN 22.30 Uhr
TITANICK-OPEN-AIR-FOYER ab 18 Uhr, zum Hafenfest ab 12 Uhr geöffnet
KARTENVORVERKAUF Münster Information, Heinrich-Brüning-Str. 9 (Stadthaus I), Tel. (0251) 492-2712 und -2713, 

WN-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13-14, Tel. (02 51) 6 90- 593 und im Titanick-Open-Air-Foyer.

Fundbureau.org (MS) – Kein Ort. Nirgends

07.05.2004
Schauspiel
Kein Ort. Nirgends

Fundbureau.org (MS)

nach einer Erzählung von Christa Wolf 

Die allerletzten Aufführungen 

Ein Treffen, das nie stattgefundenen hat, jährt sich 2004 zum zweihundertsten Mal: Zwei von ihrer Zeit verkannte, ihrer Zeit vorauseilende, an ihrer Zeit und den Verhältnissen verzweifelnde Dichter begegnen sich: Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist. 

In ihrer Erzählung »Kein Ort. Nirgends« formt Christa Wolf aus Briefen und Texten von und an Günderrode und Kleist bei diesem erwünschten Treffen die Wesen zweier Menschen, die an ihrer Unbedingtheit, ihrem Anspruch nach Wahrhaftigkeit scheitern müssen. 

Zwei Menschen, die sich so nah waren in ihrer Todesnähe und ihrer Unfähigkeit, sich der allgemeinen Oberflächlichkeit anzupassen. Die sich hätten anvertrauen sollen. 

Bei einer Teegesellschaft im Haus der Brentanos in Winkel am Rhein dürfen Kleist und Günderrode zu einander kommen, ein jeder sich dem anderen öffnen. Geheimnisse entdecken, verstanden werden. Ein kurzer Moment der Preisgabe, des Glücks. 

In seiner Bearbeitung hat Jan-Christoph Hassel »Kein Ort. Nirgends« zu einem intimen Kammerspiel für zwei Schauspieler und eine Leinwand verdichtet. 

»Kein Ort. Nirgends habe ich 1977 geschrieben. Das war in einer Zeit, da ich mich selbst veranlasst sah, die Voraussetzungen von Scheitern zu untersuchen, den Zusammenhang von gesellschaftlicher Verzweiflung und Scheitern in der Literatur. Ich hab damals stark mit dem Gefühl gelebt, mit dem Rücken zur Wand zu stehen und keinen richtigen Schritt tun zu können.« 

Christa Wolf, 1982

11,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Karola Maria Niederhuber, Gian-Philip Andreas, Marcell Kaiser, Dirk Rademacher, Zeha Schröder, Charlotte Stemmer 
TEXTBEARBEITUNG & REGIE Jan-Christoph Hassel
DRAMATURGISCHE BERATUNG Elke Maul 
BÜHNENBILD Jan-Christoph Hassel, David Kluge, Ullrich Metzger 
KOSTÜME Claudia Held
VIDEOGESTALTUNG Jan-Christoph Hassel, Till Nachtmann 
GRAFIK David Kluge

Fundbureau.org (MS) – Kein Ort. Nirgends

05.05.2004
Schauspiel
Kein Ort. Nirgends

Fundbureau.org (MS)

nach einer Erzählung von Christa Wolf 

Die allerletzten Aufführungen 

Ein Treffen, das nie stattgefundenen hat, jährt sich 2004 zum zweihundertsten Mal: Zwei von ihrer Zeit verkannte, ihrer Zeit vorauseilende, an ihrer Zeit und den Verhältnissen verzweifelnde Dichter begegnen sich: Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist. 

In ihrer Erzählung »Kein Ort. Nirgends« formt Christa Wolf aus Briefen und Texten von und an Günderrode und Kleist bei diesem erwünschten Treffen die Wesen zweier Menschen, die an ihrer Unbedingtheit, ihrem Anspruch nach Wahrhaftigkeit scheitern müssen. 

Zwei Menschen, die sich so nah waren in ihrer Todesnähe und ihrer Unfähigkeit, sich der allgemeinen Oberflächlichkeit anzupassen. Die sich hätten anvertrauen sollen. 

Bei einer Teegesellschaft im Haus der Brentanos in Winkel am Rhein dürfen Kleist und Günderrode zu einander kommen, ein jeder sich dem anderen öffnen. Geheimnisse entdecken, verstanden werden. Ein kurzer Moment der Preisgabe, des Glücks. 

In seiner Bearbeitung hat Jan-Christoph Hassel »Kein Ort. Nirgends« zu einem intimen Kammerspiel für zwei Schauspieler und eine Leinwand verdichtet. 

»Kein Ort. Nirgends habe ich 1977 geschrieben. Das war in einer Zeit, da ich mich selbst veranlasst sah, die Voraussetzungen von Scheitern zu untersuchen, den Zusammenhang von gesellschaftlicher Verzweiflung und Scheitern in der Literatur. Ich hab damals stark mit dem Gefühl gelebt, mit dem Rücken zur Wand zu stehen und keinen richtigen Schritt tun zu können.« 

Christa Wolf, 1982

11,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Karola Maria Niederhuber, Gian-Philip Andreas, Marcell Kaiser, Dirk Rademacher, Zeha Schröder, Charlotte Stemmer 
TEXTBEARBEITUNG & REGIE Jan-Christoph Hassel
DRAMATURGISCHE BERATUNG Elke Maul 
BÜHNENBILD Jan-Christoph Hassel, David Kluge, Ullrich Metzger 
KOSTÜME Claudia Held
VIDEOGESTALTUNG Jan-Christoph Hassel, Till Nachtmann 
GRAFIK David Kluge

kitunga.projekte (MS) – Agathas Kind

02.05.2004
Schauspiel Premiere Neufassung
Agathas Kind

kitunga.projekte (MS)

Die Neufassung von »Agathas Kind« verspricht mehr als spannend zu werden: Auf der Bühne jetzt ein achtköpfiges internationales Ensemble, mit dabei Patrick Bebey, der international bekannte Weltmusiker und Sohn des Autors Francis Bebey. Dessen preisgekrönter Roman »Eine Liebe in Duala« (Le fils d’Agatha Moudio) liefert die humorvoll-hintersinnige Vorlage für die Bühnenfassung von »Agathas Kind«. 

Erzählt wird von einem kleinen Dorf in Kamerun, Mitte des 20. Jahrhunderts. Die scheinbare Idylle trügt, denn es herrscht die unberechenbare und brutale koloniale Wirklichkeit. In traumartigen Bildern lässt die Inszenierung aus den Erzählungen des Fischers La Loi das dörfliche Geschehen wieder aufleben – als Schauplatz eines geschichtlichen Wandels. 

Mittendrin die zwei Frauen des Fischers La Loi: Die junge Fanny und die selbstbewusste Agatha, deren uneheliches »weißes« Kind die Dorfgemeinschaft am Wendepunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft auf die Probe stellt. »Agathas Kind« ist eine Verbeugung vor der großen musikalischen und erzählerischen Tradition Afrikas.

11,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Patrick Bebey, Komi Togbonou, José Francisco, Marie-Hélène Echard, Udo Herbst, Ibrahim N’Diaye, Barbara Kemmler, Richard Nawezi
REGIE Richard Nawezi, Barbara Kemmler
MUSIKALISCHE LEITUNG Patrick Bebey

kitunga.projekte (MS) – Agathas Kind

01.05.2004
Schauspiel Premiere Neufassung
Agathas Kind

kitunga.projekte (MS)

Die Neufassung von »Agathas Kind« verspricht mehr als spannend zu werden: Auf der Bühne jetzt ein achtköpfiges internationales Ensemble, mit dabei Patrick Bebey, der international bekannte Weltmusiker und Sohn des Autors Francis Bebey. Dessen preisgekrönter Roman »Eine Liebe in Duala« (Le fils d’Agatha Moudio) liefert die humorvoll-hintersinnige Vorlage für die Bühnenfassung von »Agathas Kind«. 

Erzählt wird von einem kleinen Dorf in Kamerun, Mitte des 20. Jahrhunderts. Die scheinbare Idylle trügt, denn es herrscht die unberechenbare und brutale koloniale Wirklichkeit. In traumartigen Bildern lässt die Inszenierung aus den Erzählungen des Fischers La Loi das dörfliche Geschehen wieder aufleben – als Schauplatz eines geschichtlichen Wandels. 

Mittendrin die zwei Frauen des Fischers La Loi: Die junge Fanny und die selbstbewusste Agatha, deren uneheliches »weißes« Kind die Dorfgemeinschaft am Wendepunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft auf die Probe stellt. »Agathas Kind« ist eine Verbeugung vor der großen musikalischen und erzählerischen Tradition Afrikas.

11,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Patrick Bebey, Komi Togbonou, José Francisco, Marie-Hélène Echard, Udo Herbst, Ibrahim N’Diaye, Barbara Kemmler, Richard Nawezi
REGIE Richard Nawezi, Barbara Kemmler
MUSIKALISCHE LEITUNG Patrick Bebey

kitunga.projekte (MS) – Agathas Kind

30.04.2004
Schauspiel Premiere Neufassung
Agathas Kind

kitunga.projekte (MS)

Die Neufassung von »Agathas Kind« verspricht mehr als spannend zu werden: Auf der Bühne jetzt ein achtköpfiges internationales Ensemble, mit dabei Patrick Bebey, der international bekannte Weltmusiker und Sohn des Autors Francis Bebey. Dessen preisgekrönter Roman »Eine Liebe in Duala« (Le fils d’Agatha Moudio) liefert die humorvoll-hintersinnige Vorlage für die Bühnenfassung von »Agathas Kind«. 

Erzählt wird von einem kleinen Dorf in Kamerun, Mitte des 20. Jahrhunderts. Die scheinbare Idylle trügt, denn es herrscht die unberechenbare und brutale koloniale Wirklichkeit. In traumartigen Bildern lässt die Inszenierung aus den Erzählungen des Fischers La Loi das dörfliche Geschehen wieder aufleben – als Schauplatz eines geschichtlichen Wandels. 

Mittendrin die zwei Frauen des Fischers La Loi: Die junge Fanny und die selbstbewusste Agatha, deren uneheliches »weißes« Kind die Dorfgemeinschaft am Wendepunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft auf die Probe stellt. »Agathas Kind« ist eine Verbeugung vor der großen musikalischen und erzählerischen Tradition Afrikas.

11,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Patrick Bebey, Komi Togbonou, José Francisco, Marie-Hélène Echard, Udo Herbst, Ibrahim N’Diaye, Barbara Kemmler, Richard Nawezi
REGIE Richard Nawezi, Barbara Kemmler
MUSIKALISCHE LEITUNG Patrick Bebey

RedArt (MS) – Zu Gast bei W./W. Hiller

30.04.2004
Veranstaltung im “Ü”
Zu Gast bei W./W. Hiller

RedArt (MS)

Die autobiographische Geschichte des Walter/Walli Hiller ist spannend und wechselhaft zugleich, denn er/sie hat in zwei Jahrhunderten und zwei Ge- schlechtern gelebt. Walter Hiller war Koch, Frontsoldat, Fräser, Ehemann und Familienvater, bevor er sich mit 51 Jahren endlich traute, in der DDR- sozialistischen Öffentlichkeit Frauenkleider zu tragen und Walli Hiller zu sein. 

Der Schauspieler Pitt Hartmann brilliert in der Rolle der Frau Hiller und »lässt das Publikum vergessen, dass er eigentlich die Rolle spielt, denn am liebsten würde man sich von ihm, anstatt zu applaudieren, mit einem Dankeschön verabschieden.« (Taz) 

Bevor »Hiller« bei den Donaufestspielen in Östereich gastiert, bittet Herr Hartmann, Träger des Darstellerpreises des Theaterzwang Festivals, in Münster nochmals zu Tisch. Dieses Mal in einem neuen, ungewöhnlichem Ambiente: Im »Labor«, dem neuen Ausstellungsraum der Linse.

17,- € / 14,- €
 
SCHAUSPIEL Pitt Hartmann-Müller
REGIE Paula Artkamp
ORT Im Ü, Bült 4

RedArt (MS) – Zu Gast bei W./W. Hiller

29.04.2004
Veranstaltung im “Ü”
Zu Gast bei W./W. Hiller

RedArt (MS)

Die autobiographische Geschichte des Walter/Walli Hiller ist spannend und wechselhaft zugleich, denn er/sie hat in zwei Jahrhunderten und zwei Ge- schlechtern gelebt. Walter Hiller war Koch, Frontsoldat, Fräser, Ehemann und Familienvater, bevor er sich mit 51 Jahren endlich traute, in der DDR- sozialistischen Öffentlichkeit Frauenkleider zu tragen und Walli Hiller zu sein. 

Der Schauspieler Pitt Hartmann brilliert in der Rolle der Frau Hiller und »lässt das Publikum vergessen, dass er eigentlich die Rolle spielt, denn am liebsten würde man sich von ihm, anstatt zu applaudieren, mit einem Dankeschön verabschieden.« (Taz) 

Bevor »Hiller« bei den Donaufestspielen in Östereich gastiert, bittet Herr Hartmann, Träger des Darstellerpreises des Theaterzwang Festivals, in Münster nochmals zu Tisch. Dieses Mal in einem neuen, ungewöhnlichem Ambiente: Im »Labor«, dem neuen Ausstellungsraum der Linse.

17,- € / 14,- €
 
SCHAUSPIEL Pitt Hartmann-Müller
REGIE Paula Artkamp
ORT Im Ü, Bült 4

Sycorax (MS) – Meine Seele brennt

28.04.2004
Schauspiel
Meine Seele brennt

Sycorax (MS)

nach Motiven aus »Victor ou les enfants au pouvoir« von Roger Vitrac 

Auf diesem Kindergeburtstag geht die Etikette im bürgerlichen Salon gründ- lich flöten. Mit diebischer Lust am Ver- gnügen demontiert das Theater Sycorax die heile Welt. Aus Spaß zu Victors neuntem Geburtstag wird bitterböser Ernst. Die zum Schreien komische Inszenierung beeindruckte mit wilder Grandezza auch auf überregionalen Theaterfestivals. 

»Das Theaterensemble Sycorax hat eine bizarre, bedrückende, makaber- komische Farce zusammen geschnitten. Meine Seele brennt schneidet scharf durch das Deckmäntelchen der Ge- sellschaft und läßt ihre faulen Innereien herausquellen. Sycorax schleudern ihr Publikum über eine Achterbahn der Emotionen.« (Münstersche Zeitung) 

Der gemeinnützige Verein Theater Sycorax e.V. besteht seit März 2000 und hat sich die Förderung sozialer Kompetenz und kreativen Potentials psychisch kranker Menschen sowie den Abbau der Diskriminierung dieser Menschen zum Ziel gesetzt. Die Theatergruppe Sycorax – gegründet 1995 – ist ein Baustein dieser Arbeit. 

Die meisten Mitglieder haben bedingt durch psychische Erkrankungen Grenz- erfahrungen gemacht, die sie stark ge- prägt haben. »Meine Seele brennt« ist die siebte Produktion des integrativen Theaterprojekts, das gemeinsam geleitet wird von Paula Artkamp, Schauspielerin und Regisseurin, und Manfred Kerklau, Diplom-Psychologe, Dramatherapeut und Regisseur.

9,- € / 7,- €
 
MIT Alexandra Brink, Johannes Bayer, Hans Jürgen Blümel, Stefan Brüffer, Steff Schmidt, Ludgera Blomberg, Konrad Schönberger, Andreas Balke, Astrid Klosterkamp, Jutta Nahamowitz, Tilman Rademacher, Guido Terbaum, Gudula Wigger
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Paula Artkamp, Manfred Kerklau
RAUM Hans Salomon
KOSTÜME Bettina Zumdick
LICHTDESIGN Volker Sippel
PRAKTIKANTIN Heike Namasi
UNTERSTÜTZT VON Kulturamt der Stadt Münster, Theater im Pumpenhaus, Stiftung Siverdes, Volkshochschule Münster, Förderkreis So- zialpsychiatrie, Förder- mitglieder von Sycorax e.V.

Sycorax (MS) – Meine Seele brennt

27.04.2004
Schauspiel
Meine Seele brennt

Sycorax (MS)

nach Motiven aus »Victor ou les enfants au pouvoir« von Roger Vitrac 

Auf diesem Kindergeburtstag geht die Etikette im bürgerlichen Salon gründ- lich flöten. Mit diebischer Lust am Ver- gnügen demontiert das Theater Sycorax die heile Welt. Aus Spaß zu Victors neuntem Geburtstag wird bitterböser Ernst. Die zum Schreien komische Inszenierung beeindruckte mit wilder Grandezza auch auf überregionalen Theaterfestivals. 

»Das Theaterensemble Sycorax hat eine bizarre, bedrückende, makaber- komische Farce zusammen geschnitten. Meine Seele brennt schneidet scharf durch das Deckmäntelchen der Ge- sellschaft und läßt ihre faulen Innereien herausquellen. Sycorax schleudern ihr Publikum über eine Achterbahn der Emotionen.« (Münstersche Zeitung) 

Der gemeinnützige Verein Theater Sycorax e.V. besteht seit März 2000 und hat sich die Förderung sozialer Kompetenz und kreativen Potentials psychisch kranker Menschen sowie den Abbau der Diskriminierung dieser Menschen zum Ziel gesetzt. Die Theatergruppe Sycorax – gegründet 1995 – ist ein Baustein dieser Arbeit. 

Die meisten Mitglieder haben bedingt durch psychische Erkrankungen Grenz- erfahrungen gemacht, die sie stark ge- prägt haben. »Meine Seele brennt« ist die siebte Produktion des integrativen Theaterprojekts, das gemeinsam geleitet wird von Paula Artkamp, Schauspielerin und Regisseurin, und Manfred Kerklau, Diplom-Psychologe, Dramatherapeut und Regisseur.

9,- € / 7,- €
 
MIT Alexandra Brink, Johannes Bayer, Hans Jürgen Blümel, Stefan Brüffer, Steff Schmidt, Ludgera Blomberg, Konrad Schönberger, Andreas Balke, Astrid Klosterkamp, Jutta Nahamowitz, Tilman Rademacher, Guido Terbaum, Gudula Wigger
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Paula Artkamp, Manfred Kerklau
RAUM Hans Salomon
KOSTÜME Bettina Zumdick
LICHTDESIGN Volker Sippel
PRAKTIKANTIN Heike Namasi
UNTERSTÜTZT VON Kulturamt der Stadt Münster, Theater im Pumpenhaus, Stiftung Siverdes, Volkshochschule Münster, Förderkreis So- zialpsychiatrie, Förder- mitglieder von Sycorax e.V.