Yorick-Theater (MS) – Hamlet

15.04.2004
Schauspiel
Hamlet

Yorick-Theater (MS)

 

Hinter »Yorick-Theater« verbergen sich gute Bekannte aus der Kabarett-und Improszene: Irmhild Willenbrink und der »Ex-Max« Harald Funke. »Yoricks« Anliegen ist schnell umschrieben: Die besten Theaterstücke aller Zeiten auf die Bühne zu bringen. Was liegt da näher, als die Theaterreihe mit Yoricks Geburtsstück zu beginnen »Hamlet«. 

Besetzung und Plot sind bekannt. Aber was sie daraus machen, muss man sehen. Etwas ist faul im Staate Däne- mark. Auch Herr Funkes Verstand ist faul, sehr zum Leidwesen von Frau Willenbrink. Er kann die Fragerei nach »Sein oder Nichtsein« einfach nicht sein lassen, bei ihr dreht sich wieder mal alles um »mein oder doch seins?«. Publikum und Kritik sind sich einig: »Die Premiere wurde mit donnerndem Applaus gefeiert. Schon mancher Film- und Theaterregisseur scheiterte bei seinem Versuch, Shakespeares perfekt ausgefeilte Werke zu modernisieren. 

Willenbrinks und Funkes Idee erwies sich als goldrichtig: Die Handlung blieb unverändert, die Sprache größtenteils auch, alle zentralen Figuren spielten sie selbst. So glänzte Funke als Hamlet, Polonius und König Claudius, Willen- brink als Hamlets Mutter, Ophelia und Geist von Hamlets Vater.« (Münstersche Zeitung)

12,- € / 9,- €
 
VON UND MIT Irmhild Willenbrink und Harald Funke 
PRODUKTION Yorick-Theater
MUSIK Detlef Piepke, Sebastian Weber
PRODUKTION Jutta Maas, Thomas Kolczewski
UNTERSTÜTZER Kulturamt der Stadt Münster

Sursum Corda (MS) – »alle geheilt.« Schneewittchen

15.04.2004
Schauspiel
»alle geheilt.« Schneewittchen

Sursum Corda (MS)

 von Robert Walser 

»Märchen« – dabei denken wir an ein trauliches Heim, blanke Kinderaugen und an Wangen, die sich röten, wenn Mutter vorliest. Aber der rotwangige Apfel, den Schneewittchen ißt, ist giftig wie der Kamm, den ihr die verkleidete Königin ins Haar steckt. »Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz« – ein schönes Kind, verfolgt von einem maßlosen Haß, der noch dem mit dem Mord beauftragten Jäger befiehlt, Lunge und Leber »als Wahr- zeichen« mitzubringen. Aus solch krankem Verhältnis der Generationen führt das Ende nicht hinaus. Die rot- glühenden, eisernen Pantoffeln, in denen sich die Königin zu Tode tanzen muß, sind kein Zeichen für eine heitere Zu- kunft. Soweit »Schneewittchen« als Märchen. 

Robert Walsers gleichnamiges Dramo- lett von 1900 »setzt ein, wo die Märchen aufhören. ‘Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch.’ Walser zeigt, wie sie leben.« (so Walter Benjamin 1929) Sie leben, indem sie um das Trauma ihrer Vergangenheit kreisen – ein sich vorantastendes Marionetten- spiel zwischen Wiederholungszwang, erotischer Obsession und dem Wunsch nach Versöhnung. 

Gespielt wird – wie bei »Jakob von Gunten« – in der Psychiatrie: Zunächst werden in einer Reihe kleinerer Räume theatralische Bilder zu Motiven des Märchenstoffs gezeigt. Dann folgt Walsers Dramolett – eine hochartifizielle Reflexion zum Verhältnis von erlebter Wahrheit und ästhetisch gestifteter Lüge. Walsers Helden – so Walter Benjamin – »sind Figuren, die den Wahnsinn hinter sich haben (…) Will man das Beglückende und Unheimliche, das an ihnen ist, mit einem Worte nennen, so darf man sagen: sie sind alle geheilt. Den Prozeß dieser Heilung erfahren wir freilich nie, es sei denn, wir wagen uns an sein ‘Schneewittchen’…«.

16,- € / 12,- €
 
ES SPIELEN Regina Gisbertz, Beate Reker, Timo Hübsch, Gregory B. Waldis, Hannes Demming 
REGIE Martin Jürgens
BÜHNE/KOSTÜME Petra Moser 
MUSIK Ernie Rissmann
TECHNIK Jan Enste
PRODUKTION Sursum Corda, Münster 
KOPRODUKTION Theater im Pumpenhaus, Münster 
UNTERSTÜTZER Stadt Münster, Westfälischen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Münster, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münster- landes Spielort Haus 16 der Westfälischen Klinik für Psychiatrie und Psycho- therapie, Friedrich-Wilhelm- Weber-Str. 30 (hinter dem Polizeipräsidium am Friesenring)

Sursum Corda (MS) – »alle geheilt.« Schneewittchen

11.04.2004
Schauspiel
»alle geheilt.« Schneewittchen

Sursum Corda (MS)

 von Robert Walser 

»Märchen« – dabei denken wir an ein trauliches Heim, blanke Kinderaugen und an Wangen, die sich röten, wenn Mutter vorliest. Aber der rotwangige Apfel, den Schneewittchen ißt, ist giftig wie der Kamm, den ihr die verkleidete Königin ins Haar steckt. »Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz« – ein schönes Kind, verfolgt von einem maßlosen Haß, der noch dem mit dem Mord beauftragten Jäger befiehlt, Lunge und Leber »als Wahr- zeichen« mitzubringen. Aus solch krankem Verhältnis der Generationen führt das Ende nicht hinaus. Die rot- glühenden, eisernen Pantoffeln, in denen sich die Königin zu Tode tanzen muß, sind kein Zeichen für eine heitere Zu- kunft. Soweit »Schneewittchen« als Märchen. 

Robert Walsers gleichnamiges Dramo- lett von 1900 »setzt ein, wo die Märchen aufhören. ‘Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch.’ Walser zeigt, wie sie leben.« (so Walter Benjamin 1929) Sie leben, indem sie um das Trauma ihrer Vergangenheit kreisen – ein sich vorantastendes Marionetten- spiel zwischen Wiederholungszwang, erotischer Obsession und dem Wunsch nach Versöhnung. 

Gespielt wird – wie bei »Jakob von Gunten« – in der Psychiatrie: Zunächst werden in einer Reihe kleinerer Räume theatralische Bilder zu Motiven des Märchenstoffs gezeigt. Dann folgt Walsers Dramolett – eine hochartifizielle Reflexion zum Verhältnis von erlebter Wahrheit und ästhetisch gestifteter Lüge. Walsers Helden – so Walter Benjamin – »sind Figuren, die den Wahnsinn hinter sich haben (…) Will man das Beglückende und Unheimliche, das an ihnen ist, mit einem Worte nennen, so darf man sagen: sie sind alle geheilt. Den Prozeß dieser Heilung erfahren wir freilich nie, es sei denn, wir wagen uns an sein ‘Schneewittchen’…«.

16,- € / 12,- €
 
ES SPIELEN Regina Gisbertz, Beate Reker, Timo Hübsch, Gregory B. Waldis, Hannes Demming 
REGIE Martin Jürgens
BÜHNE/KOSTÜME Petra Moser 
MUSIK Ernie Rissmann
TECHNIK Jan Enste
PRODUKTION Sursum Corda, Münster 
KOPRODUKTION Theater im Pumpenhaus, Münster 
UNTERSTÜTZER Stadt Münster, Westfälischen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Münster, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münster- landes Spielort Haus 16 der Westfälischen Klinik für Psychiatrie und Psycho- therapie, Friedrich-Wilhelm- Weber-Str. 30 (hinter dem Polizeipräsidium am Friesenring)

Raimund Hoghe (Düsseldorf/Brüssel) – Sacre – The Rite of Spring

04.04.2004
Deutsche Erstaufführung Tanztheater
Sacre - The Rite of Spring

Raimund Hoghe (Düsseldorf/Brüssel)

 

Bereits in »Young People, Old Voices« arbeitete der Düsseldorfer Künstler und Choreograph Raimund Hoghe mit einigen Motiven aus Igor Strawinskys »Le Sacre du printemps«. Hoghe tanzte diese Passagen mit dem jungen belgischen Performer Lorenzo De Brabandere. In seinem neuen Stück »Sacre – The Rite of Spring« entwickelte er diese Passagen zu einem fast einstündigen Tanzabend weiter. Die Uraufführung in Brüssel wurde enthusiastisch aufgenommen. »Ein Meisterwerk« ur- teilte die belgische Presse und De Morgen zeichnete die neue Hoghe Produktion mit 5 Sternen aus. 

»It’s all about sex«, so Leonard Bern- stein zu jungen Musikern, den Gehalt dieser Komposition Strawinskys erklärend. Und dies ist sicherlich auch einer der Gründe, die »Sacre« zu einem der wichtigen Meilensteine des mo- dernen klassischen Ballettrepertoires machten. Eine Vielzahl von Choreographen von Nijinski bis Pina Bausch, von Martha Graham bis Jérôme Bel haben ihre Versionen realisiert. Jetzt hat Raimund Hoghe seine eigene Variante entwickelt: Ein Initiationsritual für zwei Männer. 

»Sein ‘Sacre’ vibriert und pulsiert. Und es entsteht eine selten gesehene Zärtlichkeit zwischen zwei Männern, die nie anstößig oder peinlich wird. Hoghe missachtet die Regeln des symbolischen Ortes ’Theater’ nicht, sondern öffnet ihn für sein Begehren, das dort selten einen Ort findet.« (ballett- tanz 03/04)

13,- € / 11,- €
 
TANZ Lorenzo De Brabandere, Raimund Hoghe
KONZEPT/CHOREOGRAPHIE Raimund Hoghe
MUSIK Igor Strawinsky
PRODUKTION Raimund Hoghe
KOPRODUKTION Theater im Pumpenhaus, Münster und Kaaitheater, Brüssel

Raimund Hoghe (Düsseldorf/Brüssel) – Sacre – The Rite of Spring

03.04.2004
Deutsche Erstaufführung Tanztheater
Sacre - The Rite of Spring

Raimund Hoghe (Düsseldorf/Brüssel)

 

Bereits in »Young People, Old Voices« arbeitete der Düsseldorfer Künstler und Choreograph Raimund Hoghe mit einigen Motiven aus Igor Strawinskys »Le Sacre du printemps«. Hoghe tanzte diese Passagen mit dem jungen belgischen Performer Lorenzo De Brabandere. In seinem neuen Stück »Sacre – The Rite of Spring« entwickelte er diese Passagen zu einem fast einstündigen Tanzabend weiter. Die Uraufführung in Brüssel wurde enthusiastisch aufgenommen. »Ein Meisterwerk« ur- teilte die belgische Presse und De Morgen zeichnete die neue Hoghe Produktion mit 5 Sternen aus. 

»It’s all about sex«, so Leonard Bern- stein zu jungen Musikern, den Gehalt dieser Komposition Strawinskys erklärend. Und dies ist sicherlich auch einer der Gründe, die »Sacre« zu einem der wichtigen Meilensteine des mo- dernen klassischen Ballettrepertoires machten. Eine Vielzahl von Choreographen von Nijinski bis Pina Bausch, von Martha Graham bis Jérôme Bel haben ihre Versionen realisiert. Jetzt hat Raimund Hoghe seine eigene Variante entwickelt: Ein Initiationsritual für zwei Männer. 

»Sein ‘Sacre’ vibriert und pulsiert. Und es entsteht eine selten gesehene Zärtlichkeit zwischen zwei Männern, die nie anstößig oder peinlich wird. Hoghe missachtet die Regeln des symbolischen Ortes ’Theater’ nicht, sondern öffnet ihn für sein Begehren, das dort selten einen Ort findet.« (ballett- tanz 03/04)

13,- € / 11,- €
 
TANZ Lorenzo De Brabandere, Raimund Hoghe
KONZEPT/CHOREOGRAPHIE Raimund Hoghe
MUSIK Igor Strawinsky
PRODUKTION Raimund Hoghe
KOPRODUKTION Theater im Pumpenhaus, Münster und Kaaitheater, Brüssel

Mind the Tap (MS) / Düsseldorf – Scene of Crime

28.03.2004
Step Event
Scene of Crime

Mind the Tap  (MS) / Düsseldorf

 

Hinter »Mind the Tap« verbergen sich gute Bekannte aus der münsteraner Stepptanz-Szene: die Tap5, verstärkt durch Sebastian Weber. »Bei ihnen steckt der Rhythmus überall: unter den hämmernden Fingern, zwischen Kaffeelöffel und Kaffeetasse und natürlich nicht zuletzt in ihren sechs eisenbeschlagenen Schuhsohlen.« (Westfälische Nachrichten) 

Die Tänzer bewegen sich steppender Weise zwischen Tappert und Schimanski, der Matrix und James Bond und folgen 70 Minuten der Frage, wer hier der Mörder und wer der Gärtner ist.

12,- € / 10,- €
 
CHOREOGRAPHIE Mind the Tap 
TANZ Jutta Maas, Thomas Kolczewski, Sebastian Weber
MUSIK Detlef Piepke, Sebastian Weber
PRODUKTION Jutta Maas, Thomas Kolczewski
UNTERSTÜTZER Kulturamt der Stadt Münster

Mind the Tap (MS) / Düsseldorf – Scene of Crime

27.03.2004
Step Event
Scene of Crime

Mind the Tap  (MS) / Düsseldorf

 

Hinter »Mind the Tap« verbergen sich gute Bekannte aus der münsteraner Stepptanz-Szene: die Tap5, verstärkt durch Sebastian Weber. »Bei ihnen steckt der Rhythmus überall: unter den hämmernden Fingern, zwischen Kaffeelöffel und Kaffeetasse und natürlich nicht zuletzt in ihren sechs eisenbeschlagenen Schuhsohlen.« (Westfälische Nachrichten) 

Die Tänzer bewegen sich steppender Weise zwischen Tappert und Schimanski, der Matrix und James Bond und folgen 70 Minuten der Frage, wer hier der Mörder und wer der Gärtner ist.

12,- € / 10,- €
 
CHOREOGRAPHIE Mind the Tap 
TANZ Jutta Maas, Thomas Kolczewski, Sebastian Weber
MUSIK Detlef Piepke, Sebastian Weber
PRODUKTION Jutta Maas, Thomas Kolczewski
UNTERSTÜTZER Kulturamt der Stadt Münster

Mind the Tap (MS) / Düsseldorf – Scene of Crime

26.03.2004
Step Event
Scene of Crime

Mind the Tap  (MS) / Düsseldorf

 

Hinter »Mind the Tap« verbergen sich gute Bekannte aus der münsteraner Stepptanz-Szene: die Tap5, verstärkt durch Sebastian Weber. »Bei ihnen steckt der Rhythmus überall: unter den hämmernden Fingern, zwischen Kaffeelöffel und Kaffeetasse und natürlich nicht zuletzt in ihren sechs eisenbeschlagenen Schuhsohlen.« (Westfälische Nachrichten) 

Die Tänzer bewegen sich steppender Weise zwischen Tappert und Schimanski, der Matrix und James Bond und folgen 70 Minuten der Frage, wer hier der Mörder und wer der Gärtner ist.

12,- € / 10,- €
 
CHOREOGRAPHIE Mind the Tap 
TANZ Jutta Maas, Thomas Kolczewski, Sebastian Weber
MUSIK Detlef Piepke, Sebastian Weber
PRODUKTION Jutta Maas, Thomas Kolczewski
UNTERSTÜTZER Kulturamt der Stadt Münster

Cactus – Junges Theater (MS) – Café Soukous … oder die Magie der Möglichkeiten

21.03.2004
Premiere Junges Theater
Café Soukous ... oder die Magie der Möglichkeiten

Cactus - Junges Theater (MS)

»Seit es Cactus gibt, ist bekannt, was Mädchen wollen. Immer wieder dekli- niert Barbara Kemmler die Träume und Sehnsüchte ihrer jungen Schauspieler durch. Frenetischer Beifall…« (Westfälische Nachrichten). Acht junge Mädchen und zwei Damen über 70 begegnen sich im Café Soukous. In einem surrealen Raum treffen Träume und Zeiten aufeinander, kleine und große Welten werden neu erfunden. Alles wird möglich zwischen Trash und Science- Fiction: Hollywood ruft an, Abendkleider sprechen und an der Uhr wird immerzu gedreht. 

»Café Soukous ist ein Austesten von Möglichkeiten, das mit viel Witz und einer gehörigen Portion Selbstironie über die Bühne geht – leuchtende Augen gehören hier ebenso zum Pro- gramm wie Tränen und tiefes Herze- leid,« schreibt die Münstersche Zeitung.

9,- € / 6,50 €
 
ES SPIELEN C. Stemmer, J. Riegert, F. Otto, P. Orman-Bradt, R. Sleegers, N. Anders, A. Touray, S. Kasimir, C. Bender, – M. Schmidt, U. Franke, D. Steinberg 
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Cactus
REGIE B. Kemmler, R. Nawezi Dramaturgie P. Kindler 
BÜHNE A.H. Unsenos 
KOSTÜME B. Zumdick
LICHT S. Otto 
IN KOOPERATION MIT der Jugendtheater-Werkstatt Münster e.V., Theater im Pumpenhaus und Jib 
UNTERSTÜTZER Frauenbüro, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und Kulturamt der Stadt Münster, Land- schaftsverband Westfalen- Lippe

Theatre Impossible (Köln), RedArt (MS) – Sie haben so viel Liebe gegeben, Herr Kinski

21.03.2004
Schauspiel
Sie haben so viel Liebe gegeben, Herr Kinski

Theatre Impossible (Köln), RedArt (MS)

Eine Wiederbelebung durch Kathrin Röggla 

»Kinski« kommt zurück! Kommen, Sehen, Staunen. Das ist Theater. Großes Tennis: Das neue Stück von Katrin Röggla. Das Uraufführungset im Pumpenhaus war hinreißend. Was geschieht? Eine Journalistin hinterfragt den Sinn von Talkshows, ein Moderator verzettelt sich in Selbstgesprächen und ein Fanclub sucht nach dem wahren Kinski. Dieser degradiert – breitbeinig und kettenrauchend – den Moderator zum bloßen Stichwortgeber und verliert sich in einem halbstündigen sinnfreien Monolog. 

»Funktioniert so Kommunikation?« fragt die Lokalpresse. Wir sagen ja. Nur die kommunizierenden Subjekte müssen es halt bringen. Und wie sie das tun: Leopold von Verschuer gibt den Kinski auf dem Flokati. Manfred Krug schläft ein (echt wie damals) und der Moderator kommt einfach nicht dazwischen und auch nicht raus. Herrlich. Eine ab- gründige Komödie über Original und Imitat, Kommunikation und Talk, inszenierte Authentizität und Absturz. 

Wegen der großen Nachfrage noch zwei Aufführungen im Pumpenhaus. Danach reisen die Herrschaften ab: Wien, Linz, Köln, Wuppertal, Bremen …

12,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN eter Kneip, Ulrich Marx, Beate Reker, Cornelius Schwalm und Leopold von Verschuer
REGIE Paula Artkamp
IDEE/DRAMATURGIE Leopold von Verschuer
BÜHNE/KOSTÜME Claudia Grünig 
LICHT/BÜHNE Michael Abrazzo Blattmann, Volker Sippel
EINE KOPRODUKTION VON RedArt Münster & Theatre Impossible Köln
MIT Theater im Pumpen- haus, Münster, theater neumarkt (2004/2005) Zürich, FFT Düsseldorf und prinz regent theater Bochum
UNTERSTÜTZER Kulturamt der Stadt Münster, Kultur- amt der Stadt Köln, Kultur- amt Landeshauptstadt Düsseldorf, Kunststiftung NRW, Fonds Darstellende Künste e.V.