Douar

Neun junge Tänzer; Algerier, Franzosen algerischer Herkunft. Das choreographische Vokabular: kraftvoll, athletisch. Und doch voller Sanftheit. Die ganz eigene Sprache des französischen HipHop. In ihm treffen sich die beiden Seiten des Mittelmeeres. Der algerische Chor- eograph Kader Attou, aufgewachsen in einem Vorort Lyons, hat mit seiner Inszenierung Douar in Frankreich Furore gemacht und die Presse von Libération bis Le Monde begeistert.
Die jungen Akteure erzählen uns – begleitet durch den Sound der Straße und durch arabisch-andalusische Mu- sik – von den Widersprüchen ihrer Existenz. Der HipHop formuliert un- mittelbar, mit seiner rauen Kraft und direkten Energie. Das Heimweh nach der algerischen Stadt Douar und Hoff- nung auf Freiheit im französischen Exil prallen aufeinander: Nicht bleiben wollen und sich doch vor dem Abschied fürchten, Reglosigkeit und die unendlich große Sehnsucht nach Leben.
INSZERNIERUNG Gilles Rondot
TANZ Kader Attou, Ab- denour Belalit, Mabrouk Gouicem, Rachid Hamcha- oui, Salem Mouhajr, Amine Aliout, Fouaz Bounechada, Amine Boussa, Abdallah Hireche
LICHT Fabrice Crouzet
MUSIK Manuel Wandji
KOSTÜME Nadia Genez
BÜHNE Romaric Bourgeois
EINE PRODUKTION von Cie Accrorap, koproduziert durch La Coursive – Scène Nationale de La Rochelle; Centre Chorégraphique National de Belfort, Le Prisme – Saint Quentin en Yvelines, Théâtre Jean Vilar de Vitry sur Seine mit Unter- stützung durch CNCDC Châteauvallon
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG der Association Française d’Action Artistique, Bureau du Théâtre et de la Danse


Unsere Techniker lieben seine Musik. Und er hat sich offen- sichtlich ins Pumpenhaus verliebt. Schon nach ein paar Monaten kehrt Howe Gelb, Frontmann von Giant Sand, zurück. Gelb, der unterhalt- samste Performer des Indie-Song- writertums, ist immer für Überra- schungen gut. Möglich, dass der Abend eine Privatvorstellung seines neuen Albums wird. Howe Gelb ist ein begnadeter musikalischer Hu- morist, natürlich von der subtilen Sorte. Seliges Lächeln könnte man den Zustand nennen, in den er sein Publikum versetzt. Die Musik oft schräg, aber voller Seele. Mal Country oder Rock, mal barjazzig und sentimental. Verschroben, aber immer lässig. Und wenn das alles noch nicht reicht: Der Typ sieht gut aus, hat eine fantastische, dunkle Stimme und ein unglaubliches Augenzwinkern.