Cactus Junges Theater (MS)
Am Ende der Schulzeit kreuzt das echte Leben mit einem Mal den Schulweg. Jugendliche sind konfron- tiert mit den Fragen: Was sind meine Ziele, Träume, meine Wünsche? Was habe ich für berufliche Chancen, habe ich überhaupt welche? Crossroads ist ein Theaterstück über Jugendliche an der Kreuzung Schule – Leben – Beruf. Nina möchte eine Ausbildung beginnen, irgendetwas, Hauptsache aus der Schule raus. Florian will Erzieher werden, hat aber keine Ahnung, was auf ihn zukommt. Dave will eigentlich gar nichts machen, bis er den Beruf des Ret- tungsassistenten entdeckt. Crossroads spiegelt Ängste, Träume und Schwierigkeiten junger Men- schen wieder, die früh wichtige Entscheidungen für ihr zukünftiges Leben fällen müssen. Crossroads möchte die Jugendlichen darin bestärken, ihre eigenen Neigungen, ihren eigenen Berufs- und Lebenssinn zu entdecken. Szenen, Interviews und Themen wurden mit sieben Schülern und Schülerinnen der Waldschule Kinderhaus während eines halbjährigen Workshops mit zwei Theaterpädagoginnen von Cactus erarbeitet. Gespielt wird Crossroads von vier professionellen Schauspielern und zwei Jugendlichen des Cactus-Ensembles.
REGIE Alban Renz
COACHES & CO-REGIE Theatergruppe der Waldschule Kinderhaus
BÜHNE & KOSTÜME Hans Salomon Dramaturgie, Heike Talea Esch
REGIEASSISTENZ Manuel Nicolaus
STÜCKENTWICKLUNG Ensemble
PRODUKTION Cactus Junges Theater
IN KOPRODUKTION mit dem Theater im Pumpenhaus
IN KOOPERATION mit dem Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster
GEFÖRDERT von der Initiative für Beschäftigung & der Stiftung Siverdes

»?Aber ich entschwand?…?« Ein Todesarten-Monolog mit Texten der Annette von Droste-Hülshoff
Raimund Hoghe gehört zu den Großen des internationalen Tanz- theaters. Als Tänzer und Choreo- graph wirkt er stilbildend in Europa. Und doch ist er hier zu Lande – obwohl preisgekrönt – eher rand- ständig. In Paris, London und Brüssel wird er vor ausverkauften Häusern ge- feiert. Seit vielen Jahren ist Raimund Hoghe eng mit dem Pumpenhaus verbunden, so dass bei uns eine Preview seiner neuen Produktion vor der Weltpremiere am 11. Mai im koreanischen Seoul zu sehen sein wird. Der Titel 36, Avenue Georges Mandel bezieht sich auf das Haus, in dem Maria Callas in ihren letzten Lebensjahren bis zu ihrem Tod 1977 gewohnt hat. Georges Mandel war ein (heute weitgehend vergessener) französischer Politiker und Ange- höriger der Résistance, der im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen hingerichtet wurde. In 36, Avenue Georges Mandel geht es um die Auseinandersetzung mit Leben und Kunst, Vorstellung und Realität, Einsamkeit und die Sehn- sucht nach Schönheit. Erzählt wird die Geschichte einer Person, die allein ist in einem Raum und sich erinnert. Bis schließlich eine zweite Figur erscheint, der junge Tänzer Emmanuel Eggermont – Traumbild, Jugenderinnerung, Schutzengel oder Passant, der eine neue Tür öffnet. Raimund Hoghe stellt eine Bezieh- ung zwischen Musik und Tanz her; vergleicht große Sänger wie die herausragende Maria Callas mit Tänzern und ihrem Bewusstsein für Bewegungen.