half past selber schuld (D)

6. August 1945, 8.16 Uhr. In knapp 600 Metern Höhe über der japanischen Metropole Hiroshima explodiert Little Boy. Die US-amerikanische Atombombe tötet sofort vermutlich 90.000 Menschen. Unter ihnen die Familie von Keiji Nakazawa, der mit seinem autobiographischen Manga-Klassiker Barfuß durch Hiroshima das Grauen der nuklearen Katastrophe aus der Sicht eines Kindes schildert. Das in vier Bänden erschienene, erst seit 2005 in deutscher Übersetzung vorliegende Werk ist ein aufwühlendes Zeugnis gegen den Krieg. Die Düsseldorfer Künstlergruppe half past selber schuld bearbeitet mit dem Manga-Klassiker erstmals einen historischen Stoff und ein Werk, das nicht aus der eigenen Feder stammt. Der Comic-Zeichner, Autor und Performer Sir ladybug beetle und die kongeniale Musikerin Ilanit Magarshak-Riegg verwandeln mit Puppenspiel, Trickfilm und Musik die bewegende Erzählung zu einem Bühnencomic über Krieg und Frieden und über Verzweiflung und Hoffnung. In den vergangenen Jahren überraschten half past selber schuld mit ihren Bühnencomics Die Sündenvergebmaschine, Die Tagebücher von Kommissar Zufall und Das ewige Fußballspiel Mensch gegen Tier immer wieder das Publikum und erreichten damit Kultstatus.
REGIE, MUSIK, TEXTBEARBEITUNG half past…
ILLUSTRATION Henning Wagenbreth
TRICKFILM Thorben Korpel, half past…
SCHATTENSCHABLONEN Peter Clouth
MASKEN Doris George
PUPPEN Eva Kaufmann
REQUISITEN Björn Dressler, Jeanette Kübler, half past…
KOSTÜM half past…
FOTOS Krischan Ahlborn
FILMSCHNITT Ansgar Wacker
LICHT Marcel Göhmann
TON Jörg Hahn
PRODUKTION half past…
KOPRODUKTION Forum Freies Theater Düsseldorf
GEFÖRDERT DURCH Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Kunststiftung NRW, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Fonds Darstellende Künste, e.V., Stiftung Van Meeteren

Das israelisch-holländische Choreografen-Duo Roni Haver und Guy Weizman hat ein energiegeladenes, existenzielles, bisweilen ironisches Frauenporträt für sechs Tänzerinnen entworfen. Geschichten, die als kraftvoll-wilder Tanz zu den Beats der Livemusik von Schlagzeuger Elad Cohen bebten und das Publikum im Sturm eroberten. Beim Niederlandefestival 2003 erlebte das Publikum die Premiere bei uns und fiebert seitdem einem Wiedersehen entgegen. Die dynamischen und mysteriösen Tanzperformances des Powerduos Guy und Roni fesseln die internationale Zuschauerschaft seit über zehn Jahren; das spannende und ergreifende Tanzvokabular bleibt lange in Erinnerung. Nach den vergangenen Inszenierungen Myrrh and Cinnamon (2004) und All is well (2006) ist Language of Walls bei uns noch einmal zu sehen, bevor die Produktion erstmalig über den großen Teich nach New York geht. In einer beklemmend-häuslichen Atmosphäre mit abgewetzten Tapeten und spießigem Mobiliar ringen die Tänzerinnen um persönliche Freiheit, knüpfen und verteidigen Blutsbande und suchen nach einem weiblichen Ausdruck im Tanz. »Breathtaking!« (Voice)
